Kompressorenhersteller

Werk von Nidec in der Steiermark: Entscheidung bis Mai

Der japanische Konzern Nidec muss wegen der Übernahme einer Sparte des amerikanischen Herstellers Whirlpool ein Werk in Fürstenfeld verkaufen. Bis Mitte Mai soll eine Entscheidung fallen.

Bis 20. Mail wollen die Wettbewerbshüter der EU über die Zukunft des Kompressorenherstellers Nidec in der Steiermark entscheiden. Die ursprünglich von der EU-Kommission auf 15. April gesetzte Frist wurde zuletzt um 20 Werktage verlängert, wie aus den Kommissionsunterlagen zu dem Fall hervorgeht.

Worum es geht

Der japanische Konzern Nidec will dem amerikanischen Konzern Whirlpool die Kühlkompressorensparte Embraco abkaufen.

Seit November läuft eine vertiefte Prüfung der EU-Wettbewerbshüter für die geplante Übernahme von Embraco.

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Die EU hat Bedenken, dass damit eine zu große Marktmacht entsteht: Eine Fusion beider Unternehmen werde wegen des fehlenden Wettbewerbs in der Branche zu höheren Preisen und einer geringeren Auswahl bei Kompressoren führen.

EU-Kommission fordert angeblich Verkauf des Werks in Fürstenfeld

Die bisher von Nidec vorgelegten Angebote zur Zerstreuung wettbewerbsrechtlicher Bedenken haben der EU-Kommission nicht gereicht. Die zuständige EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat dem Vernehmen nach einen Verkauf des Nidec-Werkes in Fürstenfeld gefordert, damit nicht zu große Marktmacht entsteht. Offiziell, hat sich die EU-Kommisison aber nicht in diesem Sinn geäußert.

(red mit apa)

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