Automobilindustrie

VW: Keine illegalen Preisabsprachen bei Autobauern in Deutschland

Die EU ermittelt derzeit wegen möglicher Preisabsprachen bei Volkswagen, BMW, Daimler, Porsche und Audi. Diese habe es nie gegeben, sagt jetzt VW-Chef Müller. Eine Zusammenarbeit habe es gegeben - dort sei es jedoch nicht um Preise, sondern um Standardisierungen gegangen.

Die deutschen Autobauer haben sich bei ihrer von den Kartellbehörden untersuchten Zusammenarbeit nach den Worten von VW-Chef Matthias Müller nicht über Preise abgesprochen. "Das Kartellrecht wird von uns sehr respektiert", sagte Müller auf dem "Auto-Gipfel" des Handelsblatts. "Von Preisabsprachen ist mir nichts bekannt."

In den Arbeitsgruppen von VW, BMW, Daimler, Porsche und Audi sei es vor allem um Standardisierungen gegangen. "Die Zusammenarbeit, die wir pflegen, ist kartellrechtlich nicht anstößig", erklärte Müller.

Aktuell dazu:
Kartellermittlungen: Razzia bei BMW in München >>

White Paper zum Thema

VW und Daimler hatten die Kooperation selbst bei der EU-Kommission gemeldet, um sie auf mögliche Rechtsverstöße untersuchen zu lassen. VW habe sich dazu entschlossen, nachdem wegen des Dieselskandals jeder Stein umgedreht worden sei, erklärte Müller.

Kritik an Trump

Der VW-Chef kritisierte die Unberechenbarkeit der amerikanischen Wirtschafts- und Außenpolitik unter Präsident Donald Trump. "Wir leiden unter einer gewissen Planungslosigkeit", sagte Müller. Auch knapp ein Jahr nach Trumps Wahl zum Präsidenten sei die Autoindustrie "immer noch" beklommen über die US-Wirtschaftspolitik. (reuters/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge