Maschinenbau

Voith: Schwache Ergebnisse mit Wasserkraft, Papierindustrie stark

Technologiekonzern Voith meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Seitwärtsbewegung beim Umsatz und ein relativ bescheidenes Ergebnis von 53 Millionen Euro. Grund ist das schwache Geschäft mit der Wasserkraftindustrie - während die Belieferung der Papierindustrie weiter zulegt.

Währungseffekte und eine deutlich hinter den Erwartungen zurückgebliebene Wasserkraft-Sparte bremsen das Wachstum beim Technologiekonzern Voith. Dafür kann sich das Unternehmen nach seinem tiefgreifenden Umbau immer stärker auf das wieder erstarkte Geschäft mit der Papierindustrie stützen.

"Voith steht finanziell besser da denn je"

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2017/18, das im September zu Ende gegangen war, blieb mit 4,21 Mrd. Euro minimal unter dem Vorjahreswert, wie Voith in Stuttgart mitteilte. Ohne den Einfluss der Wechselkurse hätte Voith nach eigenen Angaben ein Plus von vier Prozent erzielt. Das Betriebsergebnis sank um fast 13 Prozent auf 267 Mio. Euro. Die Rendite schrumpfte damit um rund einen Prozentpunkt auf 6,4 Prozent.

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Das Ergebnis nach Steuern lag bei 53 Mio. Euro und damit weit unter dem des Vorjahres. Damals hatte allerdings der Verkauf der Anteile am Roboterbauer Kuka für einen enormen Sprung gesorgt. Rechne man diesen einmaligen Effekt heraus, stehe unter dem Strich ein dickes Plus, hieß es."Wir haben weiterhin eine sehr solide Bilanz", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Toralf Haag.

Zukäufe gesucht

"Voith steht finanziell besser da denn je." Das Unternehmen könne etwa eineinhalb Mrd. Euro ausgeben. Im Blick hat das Unternehmen einige kleinere Zukäufe in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. Damit will Haag sowohl das Kerngeschäft stärken als auch in neue Geschäftszweige vorstoßen. Als Beispiele nannte er Energiespeicher, elektrische Antriebssysteme oder Sensortechnologie für Energieanlagen.

Im laufenden Geschäftsjahr sollen Umsatz und Gewinn bei stabilem Auftragsbestand von gut fünf Mrd. Euro leicht steigen, wie Haag weiter erklärte. Der 2016 zu Voith gestoßene bisherige Finanzchef übernahm im November zusätzlich die Führung des Familienkonzerns aus Heidenheim. (dpa/Reuters/apa/red)

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