Öl

Undisziplinierte Ölförderländer: Opec ermahnt Mitglieder

Angesichts des jüngsten Preisverfalls ermahnt die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) zu Disziplin bei der beschlossenen Förderbremse für Erdöl.

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"Einige Länder hinken weiterhin noch hinterher, was Grund zur Sorge ist und wir angehen müssen", sagte der saudische Ölminister Khalid al-Falih in St. Petersburg bei einem Treffen auch mit Ölproduzenten außerhalb des Kartells.

Der saudische Ölminister sagte zu, die Ölexporte seines Landes im August um 6,6 Mio. Barrel (je 159 Liter) pro Tag zu drosseln. Nigeria erklärte sich bereit, seine Produktion künftig ebenfalls zu begrenzen. Öl der Nordseesorte Brent verteuerte sich deshalb um rund ein Prozent auf 48,50 Dollar (41,66 Euro) je Barrel.

Nigeria ist bisher ebenso wie Libyen wegen politischer Unruhen von der Förderbremse ausgenommen. Libyen lies bisher keine Bereitschaft erkennen, sich dieser anzuschließen. Die Förderbremse gilt seit Jänner und soll noch bis Ende März 2018 bestehen bleiben. Anfänglich kletterte der Ölpreis bis auf 58 Dollar je Barrel, fiel dann aber auf Werte zwischen 45 und 50 Dollar zurück. Gründe dafür sind hohe Lagerbestände, die steigende Produktion von Schieferöl in den USA sowie die höhere Förderung in Nigeria und Libyen.

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Russland und Saudi-Arabien stehen unter Druck, die Preise für das Exportgut zu erhöhen. Im stark von den Öleinnahmen abhängigen Russland stehen kommendes Jahr Präsidentschaftswahlen an. Saudi-Arabien wiederum will seinen Staatshaushalt wieder ins Lot bringen und braucht steigende Preise auch als Unterstützung für den im kommenden Jahr geplanten Börsengang des staatlichen Förderkonzerns Saudi Aramco. Das in der OPEC führende Saudi-Arabien hat die Produktion stärker gedrosselt als verabredet, während andere Kartellmitglieder wie die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak über die vereinbarte Grenze hinaus fördern. (apa/Reuters)