LKW-Hersteller

Traton-Börsegang: VW will Industriellenfamilie Wallenberg als Ankerinvestoren

Die Volkswagen-Nutzfahrzeug-Tochter Traton soll noch vor Ostern an die Börse. Fonds aus dem Umfeld der schwedischen Industriellenfamilie Wallenberg sollen sich mit einem Anteil von bis zu 300 Millionen Euro beteiligen.

Volkswagens will seine neue Konzerntochter mit den traditionsreichen Marken MAN und Scania  noch vor Ostern - und trotz des derzeit volatilen Börseumfeldes - in Stockholm und Frankfurt an die Börse gehen. Die Münchner Traton SE, die als Dachgesellschaft für die beiden Lkw-Hersteller fungiert, peilt VW einen Börsenwert von rund 25 Mrd. Euro an. Etwa 20 bis 25 Prozent der Anteile wolle Volkswagen abgeben, sodass die Emission ein Volumen von fünf bis sechs Mrd. Euro erreichen könnte. Schwedische Großinvestoren rund um die legendäre Industriellenfamilie Wallenberg sollen den geplanten Börsengang als Ankerinvestoren absichern.

Diese könnten Traton-Anteile für jeweils 150 bis 300 Millionen Euro zeichnen. Börsenkandidaten nehmen gerne Ankerinvestoren an Bord, die einen Teil des Emissionserlöses im Voraus garantieren und damit Vertrauen bei anderen Investoren schaffen sollen. Die Industriellenfamilie Wallenberg, die in der Vergangenheit bereits am schwedischen Lkw-Hersteller Scania beteiligt war, der mit der deutschen MAN zu Traton vereinigt wurde. Die Traton Group, bis 30. August 2018 Volkswagen Truck & Bus, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Volkswagen AG und gehört mit ihren Marken MAN, Scania und Volkswagen Latin America zu den weltweit führenden Nutzfahrzeugherstellern.

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