Jobabbau

Swarovski streicht in Liechtenstein mindestens 50 Stellen

Der Tiroler Kristallglas-Konzern Swarovski gibt in Triesen im Fürstentum Liechtenstein die Produktion auf. Am liechtensteinischen Standort will das Unternehmen aber weiter festhalten. Unter dem Strich verlieren mindestens 50 Angestellte den Arbeitsplatz.

Swarovski Stellenabbau Glasindustrie

Swarovski verlagert die manuelle Fertigung im Verlauf des zweiten Quartals 2016 von Triesen nach Serbien, so das Unternehme. Grund sei der stetig härter werdende Kostendruck in der manuellen Fertigung, der durch die Aufhebung des Franken-Euro-Mindestkurses nochmals verschärft worden sei. Der Produktionsverlagerung fallen dabei insgesamt 130 Stellen zum Opfer. Im Gegenzug will Swarovski in Triesen das Lieferkettenmanagement ausbauen. In diesem Bereich sollen 80 neue Arbeitsplätze entstehen. 

Diese Arbeitsplätze will das Unternehmen in erster Linie mit den 130 Betroffenen aus der Produktion besetzen. Angestellten, die ihre Stelle verlieren, stellt das Unternehmen einen Sozialplan in Aussicht, "der weit über die üblichen Standards hinausgeht"Swarovski hat auch im Februar angekündigt, die Werke in China und Tschechien zu schließen. 

Swarovski ist ein international tätiges Unternehmen, das Kristallkomponenten für Mode, Design, Architektur und Lichtplanung herstellt. Es beschäftigt am Standort in Triesen rund 660 Mitarbeitende und zählt damit zu den größten Arbeitgebern im Fürstentum. (apa/sda)