Österreich

Spediteure sind mit Ergebnissen des Transitgipfels alles andere als zufrieden

Der Zentralverband Spedition & Logistik hat die Ergebnisse des Transitgipfels zwar in einem Punkt begrüßt, geht aber mit vielen Ergebnissen hart ins Gericht: "Die Fahrverbote werden weiter bestehen, die Infrastrukturmaßnahmen werden nicht zeitnah greifen, es kommt zu keiner Entlastung der Betroffenen und zu keiner Verbesserung in CO2-und Umweltfragen".


Der Zentralverband Spedition & Logistik hat die Ergebnisse des Transitgipfels zwar in einem Punkt begrüßt, kritisiert aber viele Ergebnisse hart. So werde der Zehn-Punkte-Plan den Status-quo zumindest vorerst nicht ändern. Zudem fordern die Spediteure eine Einbindung der Wirtschaft, ohne die "nur ein Stückwerk herauskommen" könne, so Verbandspräsident Alexander Friesz.

"Die Fahrverbote werden weiter bestehen, die Infrastrukturmaßnahmen werden nicht zeitnah greifen, es kommt zu keiner Entlastung der Betroffenen und zu keiner Verbesserung in CO2-und Umweltfragen", kritisierte Friesz in einer Aussendung. Zudem gehörten die Prinzipien des freien Warenverkehrs gehörten berücksichtigt.

Frächter: "Mehr Schiene" ist eher Theorie als Praxis

Die Speditionslobby kritisiert das geplante Ausmaß der geplanten Umschichtungen des Verkehrs von der Straße auf die Schiene, wie sie beim Transitgipfel diskutiert worden sei, zudem "eher als Theorie denn als Praxis".

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Illusorische Pläne - wie etwa Oberleitungen für Lastwagen

Eine Verkehrsumstellung müsse auch in Italien, nicht nur in Deutschland, in Betracht gezogen werden. Italien könne aufgrund eines laufenden Terminal-Umbaus aber gar nicht mehr Mengen aufnehmen. In Deutschland seien zuletzt geplante Terminal-Bauten auch nicht erfolgt. Illusorisch sei der Plan, elektrische Oberleitungen auf Autobahnen um 30 Mio. Euro pro Straßenkilometer zu bauen.

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Vernünftig und kurzfristig umsetzbar sei dagegen die Schaffung eines grenzüberschreitenden Lkw-Leitsystems. (apa/red)