Bahnindustrie

(5) Warum kommen Fusionsgespräche ausgerechnet jetzt?

Eine neue Fusion in der europäischen Bahnindustrie sei nur eine Frage der Zeit, heißt es bei Siemens - als Reaktion auf die neue Konkurrenz aus China. Eine Zusammenlegung bei Siemens und Bombardier hätte deutliche Auswirkungen auf den Standort Wien. Hier die acht wichtigsten Antworten zur Situation heute.

(5) Warum kommen Fusionsgespräche ausgerechnet jetzt?

Die europäischen Hersteller zittern vor allem vor der Konkurrenz aus China. Dort haben sich die beiden größten Zughersteller zum neuen Giganten CRRC zusammengetan, der alleine größer ist als die Sparten von Siemens, Bombardier und Alstom zusammen.

Die eigene Konkurrenz hochgezüchtet

Die bittere Ironie dabei: Die Bahnindustrie des Westens hat selbst jahrelang tatkräftig dabei geholfen, die Bahnindustrie in China aufzubauen - und sich mit dem Transfer von Technologie die eigene Konkurrenz von heute hochzuzüchten.

Die Gründung des neuen Bahnindustrieriesen sieht auch die Bahnindustrie mit Interesse. Zum Beispiel die Deutsche Bahn: Vor eineinhalb Jahren eröffnete die DB demonstrativ ein Einkaufsbüro in China. Die Auswirkungen liegen auf der Hand: Die DB sondiert jetzt neue Produkte der Bahntechnikhersteller aus China und erhöht so den Druck auf die europäischen Hersteller - und diese reichen ihn an ihre Mitarbeiter in den Werken weiter.

White Paper zum Thema

Die Auswirkungen: Bahnbetreiber - Hersteller - Mitarbeiter

"Wir suchen weltweit nach Lieferanten mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten", ließ Deutsche-Bahn-Chef-Einkäufer Uwe Günther damals wissen. Eine Anmerkung am Rande: Die DB gehört weiterhin dem deutschen Staat.

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