Automobilzulieferindustrie

Shanghai Baolong übernimmt Mehrheit an Berndorfer Maschinenbauer MMS

Der börsennotierte chinesische Automobilzulieferer ist am Know-How des niederösterreichischen Turnkey-Anbieters von Maschinen zur Produktion von Metall-Kunststoff-Verbundbauteilen interessiert.

Shanghai Baolong übernimmt Mehrheit an MMS: Wachstum mit Maschinen für Metall-Kunststoff Verbundbauteile am chinesischen Markt

Der börsennotierte chinesische Automobilzulieferkonzern Shanghai Baolong Automotive Corporation hat 70 Prozent des Berndorfer Maschinenbauers MMS übernommen. Die Niederösterreicher entwickeln modulare Produktionssysteme für Hybridbauteile aus Metall- und Kunststoff, die durch ein Spritzgussverfahren hergestellt werden.

Hauptanwendungsgebiet der MMS-Maschinen sind Sensorsysteme, zum Beispiel bei der Herstellung von Sensorgehäusen für die Automobilindustrie. Der chinesische Automobilzulieferer ist an Knowhow besonders in diesem Bereich interessiert: Shanghai Baolong stellt unter anderem TPMS-Sensorsysteme zur Kontrolle des Reifendruckes her. Hinter der Transaktion stand für Baolong Automotive die strategische Überlegung, spezielle Komponenten für ihre eigenen Sensoren herzustellen und die MMS-Technologie anderen potenziellen Kunden in der chinesischen Automobilindustrie zugänglich zu machen.

Gegründet wurde MMS 2008 von Peter Buxbaum. Der 44jährige Unternehmer bleibt Geschäftsführer und hält nach dem Verkauf weiterhin 30 Prozent. Das Wiener M&A Beratungsunternehmen Aracon mit Niederlassungen in Shanghai und Qingdao fungierte als M&A-Berater der Baolong Automotive. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. (rl)