Serie Lieferkette optimieren

Osram: Eine Zahl, zu der alle stehen

Mit der Einführung eines Verkaufsplanungsprozesses fallen beim LED-Leuchtenhersteller Osram nicht nur Abteilungsgrenzen – der Forecast erfährt auch eine ungeahnte Qualität.

Die Planung erschweren Osram nicht nur Lieferanten. Auch von Händlerseite wirkt enorme Unsicherheit durch. Denn der Kunde ist derzeit unberechenbar. Die Frage, mit was die Glühlampe substituiert wird, beschäftigt die Planer der Osram-Lieferkette von LED-Retrofit-Lampen Tag und Nacht. Die Gefahr, das falsche Produkt am Lager liegen zu haben, minimiert nun etwas der (in München zentral gesteuerte) S&OP-Prozess.

Von einem vormals groben Verkaufs-Forecast auf Jahresebene hat sich ein „monatlich rollierender Soll-Ist-Vergleich für die nächsten zwölf Monate durchgesetzt“, so Osram-Supply-Chain-Manager Peter Widany. Einmal im Monat einigen sich sämtliche Abteilungen – vom Einkauf übers Marketing bis hin zur Produktion und dem Vertrieb – „auf eine prognostizierte Umsatzzahl, hinter der jeder steht“, sagt Widany. Aus den Absatzmärkten der EU-Länder fließen die Prognosen für die Planung ein.

Mit Erfolg. Die Inputzahlen weisen heute eine massiv bessere Qualität auf – die Forecast-Genauigkeit katapultierte sich in den Industrie-Benchmark-Bereich. Was auch den Osram-Controllern gefallen wird: Sie müssen nun seltener Gewehr bei Fuß stehen.

Verwandte tecfindr-Einträge