Seilwinkel-Features

Rope Angle Features für vereinfachte alltägliche Hubvorgänge

Die Rope Angle Features von Konecranes liefern handliche Lösungen für Kranbediener für die täglichen Hubherausforderungen, vom Lastkollisionsschutz über die automatische Hakenzentrierung bis zur Lastpendeldämpfung.

Intralogistik Konecranes High-Tech-Logistik

Ein an einem Kran installierter Neigungsmesser – auch bekannt als Inklinometer – misst den Seilwinkel oder den Neigungswinkel eines Objektes mit Bezug auf die Schwerlinie. Dieses Instrument ermöglicht einer Lastkollision vorzubeugen, dass ein Hubwerk eine Last gerade nach oben hebt, und reduziert und kontrolliert das Lastpendeln.

Konecranes Rope Angel Features sind als Paket erhältlich und beinhalten:

  • Eine Haken- bzw. Schwerpunktzentrierung, welche die Seitenzugkräfte während dem Hubvorgang außerordentlich reduziert, indem sie die Brücke und die Laufkatze automatisch direkt über der Last positioniert.
  • Einen Lastkollisionsschutz, welcher alle Kranbewegungen stoppt, wenn der Haken, die Schlinge oder die Last von einem Objekt blockiert werden.
  • Eine manuelle Kranhakenführung, welche dem Kran erlaubt direkt über die Last bewegt zu werden durch einfaches Führen von Hand.

Zusätzlich ermöglicht der Neigungsmesser die folgenden Erleichterungen für gewisse Krane:

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  • Aktive Sway-Control Lastpendeldämpfung, welche die Beschleunigungs- und Verzögerungsrampen der Brücken- und Laufkatzen steuert sowie das Lastpendeln auf ein Minimum reduziert.
  • Eine Lastwendehilfe, basierend auf einer kontinuierlichen Messung des Seilwinkels, resultierend in einem einfacheren und weniger riskanten Lastwenden am Boden unter Verwendung eines Hubwerks.

“In der Vergangenheit waren keine technischen Lösungen für diese Probleme erhältlich, Schrägzug musste händisch vom Kranbediener minimiert werden.“ sagt Tuomas Rekola, Produkt Manager bei Konecranes. „Nach dem Arbeiten mit den Rope Angel Features ist es nun einfacher das Lastpendeln und gefährlichen Schrägzug zu steuern.“

Die Hauptidee – das Messen des Seilwinkels – mag simpel klingen, dennoch benötigte es viel Arbeit bevor eine praktische Lösung, welche die Kundenbedürfnisse befriedigt, gefunden war.

“Neben der Messung des Winkels, analysieren diese Features permanent die Befehle des Benützers um die, für die Situation richtigen, zu aktivieren. Ist der Seilwinkel zu groß, weil die Last nicht zentriert ist, kann es zwei Gründe dafür geben: ist eine Hakenzentrierung nötig oder möchte der Benutzer, dass ihm der Kran zu einer anderen Position folgt?“ beschreibt Ari Lehtinen, Manager Automatisierung bei Konecranes, den Prozess.

Nach Experimentieren mit den neuen Komponenten mussten die Konecranes Ingenieure Lösungen finden, damit die Rope angle Features in der Produktionsstätte funktionieren, indem sie den Arbeitsablauf vereinfachen anstatt dem Bediener noch mehr Aufgaben zu geben. Erst nach gründlicher Überprüfung war das Produkt für den Test in echter Einsatzumgebung fertig, wo es seinen Nutzen in einem wahren Belastungstest beweisen musste.

Die Ingenieure mussten auch sicherstellen, dass diese fortschrittlichen Technologien sowohl bei neuen als auch bei bestehenden Kranen mit besonderen Anforderungen installiert werden können. Während die Features Haken- bzw. Schwerpunktzentrierung, Lastkollisionsschutz und manuelle Kranhakenführung als separates Zusatzfeature-Paket für Standard Krane verfügbar sind, verlangen die aktive Lastpendeldämpfung und die Lastwendehilfe eine erweiterte Kontrollierbarkeit des Kransteuersystems. Sie werden typischerweise bei SPS-gesteuerten „smarten“ Kranen verwendet.

“All diese Features basieren auf der Messung, wie weit sich der Haken im Vergleich zur Laufkatze bewegt. Die Herausforderung lag bei der Voreinstellung der Sensoren, der Kalibrierung und beim Handling von besonderen Situationen. Alles muss penibel dokumentiert werden um sicherzustellen, dass alle Sensoren und Features einwandfrei arbeiten,“ fügt Lehtinen hinzu.

Diese Smart Features mögen futuristisch anmuten, aber sie sind bereits im Einsatz. Sie helfen Bedienern effizienter zu arbeiten, indem sie schnellere Lastzyklen und sichereren Betrieb ermöglichen und Lasten vor Lastkollision und Lastpendeln bewahren. „Unsere Kunden waren richtig begeistert diese alltäglichen Hubherausforderungen mit einer so simpel und einfach zu installierenden Anwendung lösen zu können,“ schließt Rekola ab.

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