Nutzfahrzeugindustrie

Prozess um Kartell von Lkw-Bauern vertagt

Der für diese Woche geplante Prozess der Deutschen Bahn, der Bundeswehr und von rund 200 Speditionsunternehmen gegen die größten europäischen Lastwagenhersteller ist vertagt worden. Nun müssen sich MAN, Daimler, DAF, Iveco und Volvo/Renault im November vor Gericht verantworten.

Der für Donnerstag geplante Schadenersatzprozess der Deutschen Bahn, der Bundeswehr und von rund 200 Speditionsunternehmen gegen die größten europäischen Lastwagenhersteller ist vertagt worden. Neuer Termin für die Verhandlung am Landgericht München sei der 26. November um 10 Uhr, sagte Gerichtssprecherin Anne-Kristin Fricke.

Bedenken darüber, ob Klage begründet ist

Die Kläger fordern von den Lkw-Herstellern 385 Mio. Euro Schadenersatz wegen angeblich überhöhter Preise. MAN, Daimler, DAF, Iveco und Volvo/Renault hatten sich von 1997 an jahrelang in einem Kartell ausgetauscht. Die EU-Kommission hatte den Lkw-Bauern fast 4 Mrd. Euro Bußgeld aufgebrummt, aber die Frage offen gelassen, ob den Käufern der Lastwagen überhaupt ein Schaden entstand. Beim Prozessauftakt im Mai hatte das Landgericht München Bedenken geäußert, ob die Klage begründet ist.

Die Kammer verschob die Fortsetzung des Prozesses jetzt aber, weil sie mit einem Streit um den DFB-Pokal-Startplatz zwischen dem 1. FC Schweinfurt und Türkgücü München alle Hände voll zu tun hat. Dieser Fußballprozess findet an diesem Montag statt. (dpa/apa/red)

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