Arbeitsmarkt

Piloten als Lokführer - Schweizer Verbände prüfen Möglichkeiten

Während im Zuge der Coronakrise unzählige Piloten nicht mehr fliegen können, herrscht bei Bahnen weiter Personalmangel. Dabei haben Piloten und Lokomotivführer ähnliche Anforderungen, so die Schweizer Berufsverbände Aeropers und VSLF.

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 In der Corona-Krise ist der Luftverkehr eingebrochen - weltweit sitzen Tausende Piloten nicht mehr im Cockpit. Ob sie sich auch als Lokführer eignen, wollen zwei Schweizer Verbände jetzt ausloten, wie sie berichteten. Während aufgrund der Reisebeschränkungen zur Pandemie-Bekämpfung die Arbeit für die Piloten stark zurückgegangen ist, kämpfen die Schweizer Bundesbahnen (SBB) mit Personalmangel.

Der Pilotenverband Aeropers und der Verband Schweizer Lokführer und Anwärter (VSLF) stehen einer möglichen Zusammenarbeit positiv gegenüber, hieß es. Die Lufthansa-Tochter Swiss hatte schon im September eine Kooperation mit der Schweizer Bahn (SBB) in Aussicht gestellt.

Der Verband der Lokführer sehe keine Probleme, auch Piloten als Lokführer einzusetzen, wurde Verbandspräsident Hubert Giger in der Mitteilung zitiert. Aeropers-Sprecher Roman Kälin sagte, beide Berufe hätten viele ähnliche Anforderungen - darunter schnelle Auffassungsgabe, mentale Beweglichkeit und Belastbarkeit. (dpa/sda/apa/red)