Mineralölindustrie

OMV will an den Plänen im Iran festhalten

Trotz politischer Verwerfungen auf politischer Bühne will der heimische Mineralölkonzern an den geplanten Milliardendeals im Iran festhalten - jedoch zunächst die politische Situation sowie die Schritte der USA und der EU weiter beobachten.

Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger auf der Aktionärsversammlung.

OMV hat bisher noch nichts investiert

Zunächst wolle der Industriekonzern jedoch die politische Situation weiter beobachten, sowohl was die US-Sanktionen betreffe als auch die Rolle der EU, sagte Pleininger. Investitionen habe die OMV im Iran bisher nicht getätigt.

OMV schon seit vielen Jahren im Land

Der Iran hatte im vergangenen Jahr 29 ausländische Energiekonzerne für Öl- und Gasprojekte zugelassen. Darunter war auch der OMV-Konzern, der bereits vor den internationalen Sanktionen in dem Land tätig war. Die OMV hat mehrere Absichtserklärungen für die Entwicklung von Öl- und Gasfeldern unterzeichnet. (reuters/apa/red)

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