Rüstungsindustrie

Neue Kampfhubschrauber für Tschechien

Tschechien plant den Kauf von neuen Kampfhubschraubern für die Armee; veraltete Maschinen vom russischen Typ Mi-24 sollen ersetzt werden. Mehrere ausländische Produzenten wurden angesprochen.

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Die Rede ist von der Anschaffung von zwölf neuen Hubschraubern mit Kampfausstattung und Munition samt Serviceleistungen, dem Training von Piloten sowie der Schulung des weiteren Personals, wie das Prager Verteidigungsministerium bestätigte. Es habe bereits mehrere ausländische Produzenten angesprochen, wobei der italienische Hersteller Agusta Westland an dem Auftrag "ernsthaft" interessiert sei, schrieb die Wirtschafts-Tageszeitung "Hospodarske noviny". Falls Agusta Westland den Auftrag erhalte, würde der Gesamtpreis bei 6,5 Milliarden Kronen (239,54 Millionen Euro) liegen, sagte der erste Vizepräsident von Agusta Westland, Gianfranco Sottotetti, dem Blatt. 

Das tschechische Verteidigungsministerium wollte die Angaben zum Preis zunächst nicht kommentieren. "Den Endpreis werden wir erst nach der Vorlage der Angebote von mehreren Lieferanten kennen. Außerdem wäre es nicht gut, im Voraus zu sagen, wie viel wir dafür ausgeben wollen", so Petr Sykora von der Pressestelle des Ministeriums. Die italienische Regierung lobbyiert laut "Hospodarske noviny" bereits stark für Agusta Westland. Als möglicher Konkurrent gilt die koreanische Firma Korean Airspace Industries oder die amerikanische Bell Helicopter, hieß es. (apa)