Montagebetrieb SGS mit Umsatzplus

Die oberösterreichische Montagefirma SGS Industrial Services erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz vom 98 Millionen Euro (2010: 90 Millionen). Für 2012 werden 110 Millionen angepeilt. Das berichtete Geschäftsführer und Eigentümer Werner Griesmaier im Gespräch mit den "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN, Samstag-Ausgabe).

Anlagenbau Scheuch Top-250 Unternehmen

In der Eigentümerstruktur des Unternehmens hat es zuletzt Änderungen gegeben. Die Scheuch Umwelttechnik in Aurolzmünster (Bezirk Ried) hat ihren Mehrheitsanteil von 51 Prozent an der SGS Industrial Services abgegeben. Griesmayr, der zuvor 49 Prozent hielt, ist mit seiner Beteiligungsgesellschaft seit 31. Jänner Alleineigentümer. "Die SGS macht mittlerweile so große Industriemontagen, das hat mit unserem Kerngeschäft, der Luft- und Umwelttechnik, nichts mehr zu tun", wird Scheuch-Sprecher Hannes Freudenthaler in dem Artikel zitiert.

"Hatten schwierige Jahre"

Scheuch, das 2010 rund 120 Mio. Euro Umsatz machte, hatte die Montage 2004 in die dazu gegründete SGS ausgelagert. Diese wuchs mittlerweile zu einem Unternehmen heran, dessen Erlöse in der selben Größenordnung wie jene der Mutter liegen. "Scheuch-Montageaufträge machten bei uns lange 50 bis 60 Prozent des Umsatzes aus. Mittlerweile ist der Anteil gering", SGS habe sich auf die Abwicklung großer Industrieprojekte spezialisiert , erklärte Griesmaier. "Wir hatten in der Krise ein paar schwierige Jahre", schilderte der SGS-Chef. Der Umsatz ging damals auf 75 Mio. Euro zurück. "Aber jetzt brummt der Laden", sieht er optimistisch in die Zukunft: "Wir haben Vollauslastung bis ins Jahr 2013 hinein."

Nach einem Mitarbeiterabbau - die Belegschaftsstärke sank von mehr als 1.000 auf rund 750 - werde nun wieder Personal aufgebaut. Von den nun derzeit 800 Köpfen seien 300 in Russland. Das Geschäft verlagere sich stärker nach Osteuropa, so Griesmaier. APA/red)