Holzindustrie

Millioneninvestition in steirische Holzindustrie

In der Obersteiermark werden wieder Millionen in die Holzindustrie investiert, und zwar in Admont und Mariazell.

Papier- und Holzindustrie Standort Steiermark

In der Obersteiermark werden wieder Millionen in die Holzindustrie investiert: Nach dem über 25-Mio.-Euro-Investment der Admonter steckt nun der Mariazeller Familienbetrieb Kaml & Huber rund 8 Mio. Euro in ein Lärchenholz-Verarbeitungszentrum. Ausgeführt wird der Bau von der Mariazeller Baugruppe Zefferer, wie mitgeteilt wurde.

Die Bauarbeiten sind im Abschluss begriffen, ab November soll die Just-in-Time-Produktion vor allem von Lärchenholz aufgenommen werden. Mit der Investition könne man das Verarbeitungsvolumen verdoppeln, so die Eigentümer Peter Kaml und Rudolf Huber. Rund 50.000 Kubikmeter Holz sollen jährlich in der neuen Infrastruktur pro Schicht verarbeitet werden. Damit würden auch die rund 30 Arbeitsplätze abgesichert werden. Wenn die marktwirtschaftlichen Entwicklungen stimmten, könnte man langfristig bis zu 20 neue Jobs schaffen, hieß es.

Der steirische Agrarlandesrat Johann Seitinger (ÖVP) berichtete, dass rund 85 Prozent der Gesamtinvestitionssumme in der Steiermark blieben. Kaml & Huber würden mit dem Bau dieses Kompetenzzentrums die steirische Vorreiterrolle als Holzbauland Nummer eins unterstreichen, sagte der Landesrat.

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Die Mariazeller Baugruppe Zefferer errichtet die neuen Fertigungshallen freigespannt über die bestehende Produktion in 15 Metern Höhe. "Etwas vereinfacht gesagt, stülpen wir das neue Gebäude quasi wie eine Käseglocke über die bestehende Fertigung. Erst der massive Kran, der an der Decke der neuen Fertigungshalle entsteht, wird die alte Produktionsstätte abtragen. Dadurch können wir Produktionsstillstände in der Holzverarbeitung mit wenigen Ausnahmen verhindern", sagte Baumeister Hans-Peter Zefferer.

Das gesamte Lärchen-Rundholz stammt aus ausschließlich zertifizierten Wäldern im Umkreis von 200 Kilometern um Mariazell. Die verarbeiteten Produkte werden vom 1979 gegründeten Unternehmen zu 50 Prozent in Österreich verkauft, dies im Bereich Lärchenleimbinder, Qualitätsvertäfelungen bzw. Außenverkleidungen für beispielsweise Gärten, Garagen und Fenster, sagte Geschäftsführer Huber. Die andere Hälfte wird nach Italien, in die Schweiz, Deutschland, Frankreich und nach Ungarn exportiert. (apa/red)

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