Nutzfahrzeugindustrie

MAN Steyr: Warnstreik nächste Woche kommt

Am traditionsreichen oberösterreichischen Standort von MAN haben Vertreter der Mitarbeiter und Gewerkschaften einen Warnstreik am 15. Oktober beschlossen. Es könne nicht sein, "dass ein profitabler Standort geschlossen und die Arbeitsplätze in Billiglohnländer verlagert werden", hieß es.

Die MAN-Betriebsräte und die Spitzen von ÖGB und Gewerkschaften haben in ihrem ersten Koordinationstreffen zu Protestmaßnahmen wegen der geplanten Schließung des Werkes in Steyr für den 15. Oktober einen Warnstreik beschlossen. Weiters ist an jenem Tag ein öffentlicher Protestmarsch geplant, zu welcher Uhrzeit und wo genau dieser stattfindet, werde noch fixiert, hieß es nach dem Treffen.

Die gesamte Gewerkschaftsbewegung stehe an der Seite der Beschäftigten des Lkw- und Busherstellers MAN, erklärten sich ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian und der oberösterreichische ÖGB-Vorsitzende und Arbeiterkammer-Präsident Johann Kalliauer solidarisch. "Es kann nicht sein, dass die Arbeitnehmer die Zeche für Missmanagement zahlen", stellten sie klar.

"Es kann nicht sein, dass ein profitabler Standort geschlossen wird"

Man werde gemeinsam gegen die geplante Verlagerung der 2.300 Arbeitsplätze von Steyr in Billiglohnländer kämpfen, meinten auch PRO-GE-Vorsitzender Rainer Wimmer und GPA-djp-Vorsitzende Barbara Teiber. "Es kann nicht sein, dass ein profitabler Standort geschlossen wird und MAN damit tausende Existenzen in der Region gefährdet."

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SPÖ-Landesparteichefin Birgit Gerstorfer zeigte in einer ersten Reaktion Verständnis für den Warnstreik. "Ich verstehe den großen Unmut der Beschäftigten und stehe an ihrer Seite". (apa/red)

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