Luftfahrtindustrie

Lufthansa und MTU verlegen die Triebwerkwartung nach Polen

Der Münchner Triebwerksbauer MTU und die Lufthansa bauen den Standort in Polen aus, um Triebwerke in Zukunft dort warten zu lassen. Dabei geht es um die Triebwerke von Airbus und Bombardier. Die Firma soll künftig rund 800 Mitarbeiter beschäftigen.

Die Lufthansa und der Münchner Triebwerksbauer MTU wollen ihren gemeinsamen Wartungsstandort in Polen aufbauen. MTU und die Lufthansa-Wartungssparte Lufthansa Technik hätten die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens EME Aero jetzt unterzeichnet, teilten beide Gesellschaften mit.

Der genaue Ort stehe aber noch nicht fest, sagte eine MTU-Sprecherin. In dem Werk sollen die sogenannten Getriebefan-Triebwerke gewartet werden, wie sie bei den auf Spritsparen getrimmten Mittelstreckenjets Airbus A320neo und der Bombardier C-Serie (oben im Bild) zum Einsatz kommen.

Werk soll 800 Mitarbeiter beschäftigen

Lufthansa Technik und MTU hatten bereits im Februar eine Grundsatzvereinbarung für ein Gemeinschaftsunternehmen getroffen. Bis Jahresende sollte nach bisherigen Angaben feststehen, wo das Wartungswerk aufgebaut wird.

EME Aero soll künftig rund 800 Mitarbeiter beschäftigen, die Partner investieren dort bis zum Jahr 2020 rund 150 Mio. Euro. Künftig sollen dort pro Jahr mehr als 400 Triebwerke gewartet werden. Die Getriebefan-Antriebe stammen vom US-Hersteller Pratt & Whitney, einer Tochter des Technologieprodukte-Herstellers United Technologies. MTU hat den Typ mitentwickelt, der bei insgesamt fünf Flugzeugherstellern zum Einsatz kommt.

Der Münchner Triebwerksbauer ist bereits seit 2009 mit einem Werk in Polen vertreten. Im September hat Lufthansa Technik bereits mit dem US-Konzern General Electric den Aufbau einer gemeinsamen Triebwerkswartung begonnen. (dpa/apa/red)