Nutzfahrzeuge

Lkw-Kartell: Deutsche Bahn will eine halbe Milliarde Euro Schadenersatz

Die Deutsche Bahn fordert wegen des sogenannten Lkw-Kartells Schadenersatz in Höhe von rund einer halben Milliarde Euro. In den vergangenen Jahren hat die EU-Kommission bereits Strafen von fast vier Milliarden Euro verhängt. Dem Urteil zufolge haben MAN, Daimler, Volvo-Renault, DAF, Iveco und Scania bis 2011 ihre Preise abgesprochen.

Die Deutsche Bahn fordert im Zusammenhang mit dem sogenannten Lkw-Kartell Schadenersatz in Höhe von rund einer halbe Mrd. Euro. Diese Summe hätten die Bahn, die Deutsche Bundeswehr und andere Unternehmen einschließlich Zinsen wegen der Preisabsprachen der Hersteller zu viel gezahlt, teilte der Konzern mit. Die entsprechende Klage hatte die Bahn schon Ende 2017 beim Landgericht München eingereicht.

Externe Experten hätten nun aber die Schadensumme in einem Gutachten ermittelt. Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" darüber berichtet.

Die Deutsche Bundeswehr und 40 weitere Unternehmen "aus allen Bereichen der deutschen Wirtschaft" hätten ihre Ansprüche an die Bahn abgetreten, heißt es in der Mitteilung. "DB-Konzern und die Bundeswehr haben im Kartellzeitraum Tausende Lkw beschafft." Die Lkw-Hersteller sollten sich ihrer Verantwortung stellen. "Wir sind offen für eine einvernehmliche Lösung. Dazu haben wir allen Kartellbeteiligten das Gespräch angeboten", teilte die Bahn mit.

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Wegen der Bildung des Kartells hatte die EU-Kommission in den Jahren 2016 und 2017 Geldbußen in einer Gesamthöhe von fast vier Milliarden Euro verhängt. Nach ihrer Feststellung hatten die Lastwagenhersteller MAN, Daimler, Volvo/Renault, DAF, Iveco und Scania von 1997 bis 2011 untereinander Informationen zum Beispiel über Preise ausgetauscht. Die höchste Einzelstrafe mit rund einer Milliarde Euro musste Daimler bezahlen. (dpa/apa/red)

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