Bahnlogistik

Keine Strafe für ÖBB Rail Cargo Logistics Austria in Tschechien

In einem Verfahren gegen die Güterverkehrssparte der ÖBB in Tschechien wurde dem Bahnlogistiker die Millionenstrafe erlassen, weil dieser "initiativ und umfassend mit der Behörde kooperiert" habe.

Gegen die ÖBB-Güterverkehrssparte Rail Cargo Austria AG wurde von der tschechischen Wettbewerbsbehörde (UOHS) wegen einer Kartellvereinbarung mit der Tschechischen Bahn (CD) und der tschechischen AWT Cechofracht ermittelt. Sie musste aber keine Geldstrafe bezahlen, weil die Strafe von der UOHS erlassen wurde, geht aus einer Mitteilung der UOHS hervor.

Ein ÖBB-Sprecher sagte auf APA-Anfrage, über die Rail Cargo Logistics - Austria GmbH sei kein Bußgeld verhängt worden, weil sie initiativ und umfassend mit der Behörde bei der Aufarbeitung des Falles kooperiert habe.

Alle drei genannten Firmen hatten laut UOHS die tschechischen sowie die EU-Wettbewerbsregeln verletzt, indem sie unzulässig im Rahmen des Bahntransportprojektes "Italia" zusammengearbeitet hatten. Die Teilnehmer des Kartellverfahrens hätten mit der UOHS "aktiv zusammengearbeitet". Schließlich wurde die Geldbuße für die Rail Cargo Austria AG völlig erlassen und für die CD auf 48 Mio. Kronen (1,9 Mio. Euro) und für die AWT Cechofracht auf 3,7 Mio. Kronen "deutlich gesenkt", so die Wettbewerbsbehörde. (apa/red)

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