LKW-Hersteller

Keine rechtsextreme Gesinnung: Ermittlung gegen Ex-MAN-Mitarbeiter eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Steyr hat die Ermittlungen gegen drei ehemalige Mitarbeiter des Lkw-Herstellers MAN in Steyr wegen angeblicher Nazi-Umtriebe eingestellt. Sprecherin Julia Rauscher bestätigte der APA einen entsprechenden Bericht im "Neuen Volksblatt"

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Im Februar waren Gerüchte aufgetaucht, wonach sich Mitarbeiter auf dem Werksgelände mit dem Hitlergruß begrüßt hätten. Auch Nazilieder seien gesungen beziehungsweise auf Datenträgern ins Werk gebracht und am Arbeitsplatz gehört worden, hieß es damals. Die Dienstverhältnisse von drei Personen wurden daraufhin einvernehmlich gelöst und die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

Es hätten sich aber weder bei den Einvernahmen der Männer, noch bei freiwilligen Nachschauen in ihren Wohnungen und auf ihren Mobiltelefonen oder bei Internet-Recherchen Hinweise auf eine nationalsozialistische Gesinnung ergeben, daher sei das Ermittlungsverfahren eingestellt worden, so die Staatsanwaltschaft. "Das Singen von Naziliedern konnte nicht erwiesen werden", sagte Rauscher. Die Männer hätten scherzhaft "abgewandelte Grußfloskeln" wie "Heilo" statt "Hallo" oder "Heilzeit" statt "Mahlzeit" verwendet, damit aber keine Nazi-Propaganda beabsichtigt.

Bei MAN hieß es gegenüber dem "Volksblatt", man wolle "personalpolitische Einzelmaßnahmen inhaltlich nicht kommentieren", nur soviel: Die Dienstverhältnisse seien "im Einvernehmen" aufgelöst und definitiv beendet wurden.

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