Stahlindustrie

Kein Verkauf: Thyssens Stahlsparte soll selbstständiger werden

Der deutsche Industrieriese hat zuletzt die Verhandlungen mit Liberty Steel über einen Verkauf der Stahlsparte abgebrochen. Jetzt soll die traditionsreiche Sparte selbstständiger aufgestellt werden.

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Thyssenkrupp will nach der Absage eines Verkaufs seiner Stahlsparte an den Konkurrenten Liberty Steel dem Geschäft mehr Spielraum für eine eigenständige Entwicklung geben. "Ziel ist es, das Stahlgeschäft zu verselbstständigen. Dafür gibt es eine Reihe von Voraussetzungen, die wir konsequent nach und nach abarbeiten", teilte der Konzern mit. Die ursprünglich für den 12. März geplante außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats sei abgesagt worden.

"Denn die angekündigte Richtungsentscheidung zum Stahl ist mit der Beendigung dieser Gespräche getroffen. Damit können wir uns jetzt voll auf die Weiterentwicklung des Stahls aus eigener Kraft fokussieren."

Liberty Steel hatte im Oktober ein nicht bindendes Angebot für Thyssenkrupp Steel Europe vorgelegt. Der Vorstand um Konzernchefin Martina Merz hatte die Gespräche kürzlich abgebrochen. Details: Thyssenkrupp erteilt Liberty Steel eine Abfuhr >>

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Der Vorstand verwies auf unterschiedliche Preisvorstellungen und offene Fragen bei der Finanzierung. Thyssenkrupp Steel Europe soll weiter restrukturiert und weiterentwickelt werden. Zu den Überlegungen des Konzerns gehört nach früheren Aussagen auch ein Spin-Off der Tochter, deren Geschäft stark von der Konjunkturentwicklung abhängig ist. (reuters/apa/red)

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