Luftfahrtindustrie

Isovolta will etwa 80 Mitarbeitern in Wiener Neudorf kündigen

Der Luftfahrtzulieferer Isovolta erwartet beim Umsatz Einbrüche zwischen 60 und 80 Prozent und will nun jeden zweiten Arbeitsplatz in Wiener Neudorf streichen. Ein großer Teil der betroffenen Mitarbeiter bekommen ein Jobangebot von der Schwesterfirma Fundermax.

Isovolta beliefert unter anderem den eutopäischen Flugzeugbauer Airbus (im Bild).

Aufgrund der durch das Coronavirus verursachten Krise in der Luftfahrtbranche hat die Isovolta Group den Abbau von bis zu 80 Mitarbeitern am Standort Wiener Neudorf (Bezirk Mödling) angekündigt. "Wir verzeichnen Umsatzeinbrüche von 60 Prozent, bei Ersatzteilen sogar bis zu 80 Prozent", erklärte Peter Höllwarth, CEO des weltweit agierenden Herstellers von Elektroisoliermaterialien, technischen Laminaten und Verbundwerkstoffen.

"Eine Erholung ist vorerst nicht in Sicht"

Die Maßnahme betreffe rund die Hälfte der etwa 160 Mitarbeiter, die in dem niederösterreichischen Werk unter anderem für den Flugzeugbauer Airbus Leichtbaumaterialien für das Interieur von Flugzeugkabinen herstellten. "Eine Erholung ist vorerst nicht in Sicht, das Vorkrisenniveau wird möglicherweise erst in einigen Jahren wieder erreicht werden. Daher sind wir leider gezwungen, unseren Produktionsstandort in Wiener Neudorf neu aufzustellen", fuhr Höllwarth fort.

Angebot von Schwesterfirma Fundermax

Etwa 50 der betroffenen Mitarbeiter sollen ein Jobangebot von der Firma Fundermax erhalten, die am selben Werksgelände produziere und wie die Isovolta Group zur Constantia Industries AG gehöre. Durch rein interne Nachbesetzungen wolle man zudem möglichst viele Personen im Unternehmen halten, führte der CEO aus. "Unsere Teams werden sich künftig mit neuen Jobprofilen, Prozessen und Abläufen noch flexibler aufstellen", kündigte er an. (apa/red)

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