Zulieferer

In der Krise zuschlagen: Finanzfirma KKR liebäugelt mit Takata

Der US-Finanzinvestor KKR will einem Zeitungsbericht zufolge dem japanischen Autozulieferer Takata "beispringen": Eingeweihten zufolge wird gerade der Kauf von 60 Prozent des angeschlagenen Airbagherstellers geprüft.

Der US-Finanzinvestor KKR will einem Zeitungsbericht zufolge dem angeschlagenen japanischen Autozulieferer Takata beispringen. Der Fonds wolle 60 Prozent der Anteile kaufen, berichtete die Zeitung "Nikkei". Dazu seien Gespräche mit den Kunden nötig. Eine Takata-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab.

An der Börse wurde der Bericht positiv aufgenommen: Die Aktien schnellten um mehr als ein Fünftel in die Höhe.
"Nikkei" schrieb allerdings ohne Angaben von Quellen, dass nicht nur die Gründerfamilie, sondern vor allem die Kunden von Takata die Übernahme der Kontrolle durch KKR billigen müssten. Die Verhandlungen könnten lange dauern.

Takata steckt wegen Problemen mit den von ihm hergestellten Airbags in Schwierigkeiten. Das Unternehmen hatte jüngst angekündigt, weitere bis zu 40 Millionen Airbags müssten zurückgerufen werden. Manche Takata-Airbags können bei anhaltend hoher Feuchtigkeit und hohen Lufttemperaturen bei einem Aufprall mit zu viel Kraft explodieren, wodurch Fahrzeuginsassen von Splittern getroffen werden könnten.

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Weltweit stehen mindestens elf Todesfälle mit defekten Aufblasvorrichtungen von Takata in Verbindung, die meisten davon in den USA. Allein dort haben 14 Autobauer bisher mehr als 25 Millionen Fahrzeuge wegen des Defekts zurückgerufen. Die Rückrufe könnten Takata möglicherweise mehrere Milliarden Dollar kosten. (APA/Reuters/AFP/red)

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