Autoindustrie

Fiat Chrysler will Sonderdividende im Zuge von PSA-Fusion reduzieren

Der italo-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler (FCA) will angesichts der Coronavirus-Krise seine Liquidität sichern. So laufen Verhandlungen mit dem französischen PSA-Konzern, um die im Rahmen der Fusion vereinbarte Sonderdividende von 5,5 Milliarden Euro zu reduzieren, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore".

Auch eine Abspaltung des Transporter-Joint-Ventures Sevel, das Fiat Chrysler und PSA je zur Hälfte halten, und der Marken Alfa Romeo und Maserati werde zurzeit erwogen, berichtete die Zeitung. Bisher sei jedoch noch kein offizieller Beschluss gefasst worden. Zuvor wollen die beiden Autobauer ihre finanzielle Lage zu Jahresende prüfen, um Beschlüsse zu fassen.

In den vergangenen Wochen hat die EU-Kommission eine Untersuchung über die Fusionspläne zwischen den beiden Autokonzernen unternommen. Sie befürchtet, dass der Zusammenschluss die Konkurrenz in der Produktion von Lieferwagen unter 3,5 Tonnen in Europa beeinträchtigen könnte. Laut der Kommission sind PSA und FCA bereits Marktführer in diesem Segment. Ihr Zusammenschluss würde die Konkurrenz ausschalten. (apa/red)