Maschinenbau

Exporte im deutschen Maschinenbau steigen stark

Trotz Handelskonflikten verzeichnen Maschinenbauer in Deutschland eine stark steigende Nachfrage in Übersee, vor allem in den USA und China. In der Volksrepublik ist das Programm "Made in China 2025" ein zentraler Treiber.

Deutschlands Maschinenbauer haben trotz der Verschärfung von Handelskonflikten ihr Exporttempo erhöht. In den ersten vier Monaten stieg die Ausfuhr von Maschinen "Made in Germany" nominal - einschließlich Preiserhöhungen - gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent auf 56,1 Mrd. Euro, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilt.

China setzt massiv auf deutsche Qualität - um bald keine deutschen Maschinen mehr zu brauchen

Die stärksten Zuwächse verbuchte die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie in den USA und China. Die Lieferungen in die USA legten um 7,5 Prozent zu. Im China-Geschäft gab es ein Plus von 16,4 Prozent. Allerdings werde der Zuwachs im Vergleich zu den Raten des vergangenen Jahres (22,6 Prozent) wie erwartet allmählich kleiner. "Dennoch können die Exporte nach China weiter steigen, da die Volksrepublik mit ihrer Initiative "Made in China 2025" einen wachsenden Bedarf an qualitativ hochwertigen Maschinen aus Deutschland hat", erläuterte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Nachfrage in Europa steigt vergleichsweise gering an

Die Lieferungen in die Partnerländer der Europäischen Union (EU) legten zwar nur um 1,7 Prozent zu. Die Zahlen seien allerdings vorläufig. Sie dürften in den nächsten Monaten noch stark nach oben korrigiert werden, erklärte der VDMA. Die Einfuhr von Maschinen nach Deutschland wuchs - vor allem wechselkursbedingt - lediglich um 1,5 Prozent auf 23,7 Mrd. Euro.

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Sorgen bereiten den Maschinenbauern die vor allem von den USA angeheizten Handelskonflikte mit China, der EU und anderen Ländern. Zölle und andere Handelshemmnisse können exportorientierte Unternehmen hart treffen. Mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute senkten auch wegen des Streits ihre Konjunkturprognosen für Deutschland. Eine Ausweitung von Handelsbarrieren sei zu einem nicht mehr vernachlässigbaren Risiko geworden, warnte das Ifo-Institut. (dpa/apa/red)

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