Informationstechnik

Digitalisierung: Wieviel in Mini-Rechnern steckt

Kann man die Miniaturisierung in der Computertechnik auch zu weit treiben? Wir finden nicht.

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© Michigan Photography/M. Vloet

Er passt locker auf einen Penny (oder alternativ, ins Loch einer Lochkarte): 32 Kubikmillimeter klein ist der Micro Note, ein nach allen Regeln der Kunst miniaturisierter Mikrocomputer, entwickelt von Wissenschaftlern der Uni Michigan. Ausgestellt im Computerhistorischen Museum Kalifornien, gibt er mit Hilfe des 16. US-Präsidenten Zeugnis davon ab, wie verdichtbar Technik eigentlich ist: Prozessor, Speicher, Drahtloskommunikation, Stromversorgung - alles hier sitzt Kimme über Korn.

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© Michigan Photography/M. Vloet

Er passt locker auf einen Penny (oder alternativ, ins Loch einer Lochkarte): 32 Kubikmillimeter klein ist der Micro Note, ein nach allen Regeln der Kunst miniaturisierter Mikrocomputer, entwickelt von Wissenschaftlern der Uni Michigan. Ausgestellt im Computerhistorischen Museum Kalifornien, gibt er mit Hilfe des 16. US-Präsidenten Zeugnis davon ab, wie verdichtbar Technik eigentlich ist: Prozessor, Speicher, Drahtloskommunikation, Stromversorgung - alles hier sitzt Kimme über Korn.

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Eine tüchtige Portion Vorwärtswillen ist den Kalifornierern nicht abzusprechen. Kleiner als eine Scheckkarte, ziemlich rechenstark, für 8 Euro zu haben: Das ist das spektakuläre Entwicklungselaborat der Firma Next Thing aus Oakland. Der Mini-Einplatinenrechner hört auf den Namen C.H.I.P., soll stärker als ein Raspberry Pi sein - und passt in die Brieftasche. Auch das Projekt hatte seine Zureicher via Projektfinanzierungsplattform Kickstarter, ausgeliefert wird der Open-source-Rechner seit Juni.  

© SLAC National Accelerator Laboratory

Wie aus einem - zugegeben ziemlich einmaligen - Quarzglas-Chip in einem Rutsch der weltkleinste Teilchenbeschleuniger wird, treibt zur Stunde Forscher der Unis Erlangen und Stanford um. Geplant ist jedenfalls kein ewiges Vorsichhinforschen: In längstens fünf Jahren wollen die Wissenschafter im Projekt „Project Eyes" Ergebnisse sehen. Die erwartbar spektakulär ausfallen könnten: Anders als CERN soll der Reaktor in eine Schuhschachtel passen. So richtig in Fahrt bringen wollen die Forscher die Teilchen mit Laserlicht und einem speziellen Glaskanal. 

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Der Problemaufriss lautete nicht unspektakulär wie folgt: Wie kann man Servertechnologien für das Internet of things-Zeitalter aufpäppeln, also die Bauformgröße eines Rechners weiter herabsenken, ohne dass da draußen auch nur im Ansatz Klagetöne über verminderte Leistung laut werden? Das traf offenbar den Nerv ganz vieler, um ganz exakt zu sein den von 16.537 ziemlich gebefreudigen Unterstützern (Stand: Mitte November): Sie halfen dem Crowd-finanzierten Projekt, das den weltweit kleinsten Linux-Server Omega2 aus der Nährlösung schlüpfen ließ, mit einem sechsstelligen Dollar-Betrag auf die Sprünge. In der Tiefenstruktur zeigt der Rechner erstaunliche Talente: Singlecore-Prozessor mit 580 MHz-Taktung, 64 MB Arbeitsspeicher, 16 MByte Datenspeicher, WLAN-Chip an Bord - zum schlappen Preis von fünf Dollar. 

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Maß und Vorbild für all die Premiumgerätehersteller wird der Gole1 wohl nicht sein. Trotzdem erstaunlich, was die Chinesen hier zuwege gebracht haben: Deutlich unter 100 Euro angesiedelt, ist der Mini-All-in-One-Pc die derzeit kleinste und günstigste Alternative, Android 5.1 zu betreiben. Dabei ist der 5-Zöller in keiner Weise rückwärtsgewandt: Ein Quad-Core-Prozessor sowie bis zu vier GByte Arbeitsspeicher sorgen für Geschwindigkeit. Und natürlich steht es den Asiaten gut an, an jede Menge Schnittstellen gedacht zu haben. Für alle Marken-Monogamisten: Auch Microsofts Windows 10 läuft sehr sauber darauf.