VW-Skandal

Dieselskandal: Veto von Volkswagen gegen früheren FBI-Chef erfolgreich

Volkswagen hat sich vor Gericht in den USA gegen die Berufung des früheren FBI-Chefs Louis Freeh als Gutachter durchgesetzt. Die Meinung des früheren Geheimdienstchefs habe "keine Relevanz für das weitere Verfahren", so ein Urteil in San Francisco.

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Im jüngsten "Dieselgate"-Rechtsstreit mit US-Klägern hat Volkswagen die Berufung des früheren FBI-Chefs Louis Freeh als Gutachter vereitelt. Der zuständige Richter Charles Breyer entschied bei einer Anhörung in San Francisco, dass Freeh als Sachverständiger nicht infrage komme, da seine Sicht der Dinge keine Relevanz für das weitere Verfahren habe.

VW hatte Freeh zuvor aufgrund einer gemeinsamen Vorgeschichte scharf kritisiert und Einspruch dagegen eingelegt, dass er als Experte beim Prozess aussagt. Der Ex-Leiter der US-Bundespolizei hatte Anfang 2016 mit dem Autobauer über einen Beratervertrag verhandelt. Später hatte er sich den Anwälten des Konzerns zufolge auch noch als "Monitor" beworben, der Auflagen der US-Behörden bei VW überwachen sollte.

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Keines der Engagements kam letztlich zustande - laut VW scheiterte eine Zusammenarbeit unter anderem an überzogenen Gehaltsforderungen des Ex-FBI-Chefs. Statt einer Kooperation folgte Jahre später ein Disput, bei dem VW Freeh Geheimnisverrat vorwarf - angeblich soll er Interna an Kläger weitergereicht haben. Freeh bestreitet indes, überhaupt jemals vertrauliche Informationen von VW erhalten zu haben.

Unterm Strich geht es vor dem US-Gericht derzeit aber ohnehin nur um einen kleinen Randschauplatz der "Dieselgate"-Affäre um manipulierte Abgaswerte zahlreicher Fahrzeuge aus dem VW-Konzern. Der aktuelle Prozess betrifft einen winzigen Teil von US-Klägern, die die im Rahmen von milliardenteuren Vergleichen vereinbarten Entschädigungen von VW ablehnen, und vor Gericht mehr Geld erstreiten wollen. (dpa/apa/red)

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