Ansichtssache

Die Mittelklasse am Laufsteg

Effizienzsteigerung ist das Zauberwort bei den Nutzfahrzeug-Neuvorstellungen der Saison. Amarok, Crafter, Ranger – was die B-Führerschein-Transporter der Herbstsaison alles können.

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© Volkswagen

VW Crafter

 

VW-Nutzfahrzeuge bringt den Crafter ohne Unterstützung von Mercedes auf die Straße.

 

Insgesamt sind drei Längen, drei Höhen und vier unterschiedliche Grundmodelle im Angebot. Der eigens für die Nutzfahrzeugpalette entwickelte 2.0-Liter-TDI-Motor steht mit 102 PS, 122 PS und 140 PS sowie als Bi-Turbo-TDI mit 177 PS zur Verfügung. Alle Motorisierungen sind wahlweise mit Front-, Heck- oder Allradantrieb zu haben. Eine neue mechanische Lenkung, ESP mit Gespannstabilisierung, automatische Distanzregelung, Multikollisionsbremse und Seitenwindassistent machen den neuen Crafter zum sichersten Nutzfahrzeug der Wolfsburger Autobauer. Auch im bisher eher stiefmütterlich behandelten Bereich der Vernetzung will VW nun kräftig an Land gewinnen. Details gibt VW demnächst bekannt. Äußerlich präsentiert sich der Crafter im VW-typischen Gewand: Der Kühlergrill mit seinen Lamellen und den kantigen Scheinwerfern erinnert an den Passat. Sicken in der Motorhaube und am Dach machen ihn gegenüber dem Vorgänger deutlich dynamischer. Seine Premiere feiert der neue Crafter auf der IAA Ende September. Mit einem Verkaufsstart könnte noch im vierten Quartal dieses Jahres gerechnet werden.

 

Leistung: 102, 122, 140, 177 PS
Preis: ab ca. 37.000 Euro
Erhältlich: Ende 2016

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© Volkswagen

VW Crafter

 

VW-Nutzfahrzeuge bringt den Crafter ohne Unterstützung von Mercedes auf die Straße.

 

Insgesamt sind drei Längen, drei Höhen und vier unterschiedliche Grundmodelle im Angebot. Der eigens für die Nutzfahrzeugpalette entwickelte 2.0-Liter-TDI-Motor steht mit 102 PS, 122 PS und 140 PS sowie als Bi-Turbo-TDI mit 177 PS zur Verfügung. Alle Motorisierungen sind wahlweise mit Front-, Heck- oder Allradantrieb zu haben. Eine neue mechanische Lenkung, ESP mit Gespannstabilisierung, automatische Distanzregelung, Multikollisionsbremse und Seitenwindassistent machen den neuen Crafter zum sichersten Nutzfahrzeug der Wolfsburger Autobauer. Auch im bisher eher stiefmütterlich behandelten Bereich der Vernetzung will VW nun kräftig an Land gewinnen. Details gibt VW demnächst bekannt. Äußerlich präsentiert sich der Crafter im VW-typischen Gewand: Der Kühlergrill mit seinen Lamellen und den kantigen Scheinwerfern erinnert an den Passat. Sicken in der Motorhaube und am Dach machen ihn gegenüber dem Vorgänger deutlich dynamischer. Seine Premiere feiert der neue Crafter auf der IAA Ende September. Mit einem Verkaufsstart könnte noch im vierten Quartal dieses Jahres gerechnet werden.

 

Leistung: 102, 122, 140, 177 PS
Preis: ab ca. 37.000 Euro
Erhältlich: Ende 2016

© Volkswagen

VW Amarok

 

Downsizing war gestern. VW hat seinen Amarok geliftet und starke Motoren spendiert.

 

Im neuen Modell arbeitet ein 3,0-Liter- V6-Dieselmotor mit 163 PS, 204 PS und 224 PS. Noch immer ein echter Off-Roader: Je nach Ausstattung gibt es Hinterradantrieb, Allradantrieb oder Hinterradantrieb mit zuschaltbarer Vorderachse für unwegsames Gelände. Zahlreiche Helferlein wie eine Einparkhilfe inklusive Rückfahrkamera oder einen 14-fach verstellbaren Ergo-Comfort-Fahrersitz packt VW noch oben drauf. Am Ladevolumen – knapp 2,5 Quadratmeter – hat sich gegenüber dem Vorgänger nichts verändert. Eine Europalette findet auf der Ladefläche Platz. Optisch wirkt der 2016er Amarok etwas gestrafft: Die Front ist geradliniger, die horizontalen Linien wurden stärker betont. Beim Händler steht der neue Amarok frühestens Anfang nächsten Jahres. Die Basisausführung schlägt mit rund 31.000 Euro zu Buche. Wem die Wartezeit dennoch zu lang ist: Noch im September bietet VW die Launch-Edition "Aventura" mit 224 PS an.

 

Leistung: 163, 204, 224 PS
Preis: ab ca. 31.000 Euro
Erhältlich: Anfang 2017

© Ford

Ford Ranger

 

Neue Motoren machen den Ranger um 22 Prozent effizienter.

 

Ford ruft zur Modellpflege und spendiert dem meistverkauften Pickup Österreichs eine neue Optik. Auch an der Technik wurde geschliffen. Die gesamte Front wirkt durch scharfe Linien und einen neuen Kühlergrill aggressiver. Im Cockpit geht es ab sofort deutlich schlichter zu: Das kleine Display macht Platz für einen großen Monitor mit umfangreicher Multimedia-Steuerung. Die vier analogen Rundinstrumente weichen zugunsten einer zentralen Anzeige. Gleichzeitig ziehen neue Assistenzsysteme in den Ranger ein: Spurhaltekontrolle, adaptiver Tempomat, Notbrems-Assistent oder Parkassistent sind erhältlich. Für mehr Leistung sorgen die neuen 2,2-Liter-Duratorq-Dieselmotoren mit 130 PS und 160 PS. Laut Ford verbrauchen die Motoren rund 22 Prozent weniger Kraftstoff – vor allem aufgrund Start-Stop-Automatik, Abgasrückführung und elektrischer Servolenkung. Der Durchschnittsverbrauch soll laut Firmenangaben bei rund 7,1 Liter liegen. Zum Preis von rund 42.000 Euro gehört er Ihnen. 

 

Leistung: 130, 160 PS
Preis: ab ca. 42.000 Euro
Erhältlich: bereits erhältlich

© Ford

Ford Transit Custom

 

Ford verspricht neue Motoren, ein überarbeitetes Fahrwerk und bessere Ausstattung.

 

Lange Geschichte: Bereits seit 1953 gibt es den Ford Transit, damals noch nüchtern FX 1000 genannt. Bis heute ist daraus eine vierköpfige Modell-Familie erwachsen – vom kleinen Courier bis zum großen Transit. Die Auffrischung setzt nun vor allem bei der Technik an: Neue Diesel-Motoren, ein überarbeitetes Fahrwerk und die verbesserte Ausstattung samt Assistenzsystemen und Infotainment sollen ihn wieder konkurrenzfähig
machen. Der neu entwickelte Zweiliter-Diesel bietet drei Leistungsstufen: 105 PS, 130 PS sowie 155 PS. Neben dem geringeren Verbrauch sinkt auch der Stickoxid-Ausstoß um bis zu 55 Prozent, so Ford. Zahlreiche Helfer wie ESP mit Seitenwindassistent, Verkehrsschildererkennung und der adaptive Tempomat mit automatischer Bremsbetätigung bietet Ford zum Teil serienmäßig an. Bisheriger Schwachpunkt: Die Federung ist im unbeladenen Zustand etwas bockig. Ab Herbst sollen es neue Luftfedern richten.

 

Leistung: 105, 130, 155 PS 
Preis: ab ca. 30.000 Euro
Erhältlich: bereits erhältlich

© Peugeot

Peugeot Traveller

 

Peugeot, Citroen und Toyota setzen ihre Zusammenarbeit fort.

 

Das Ergebnis: Ein Traveller, der nicht nur optisch stark an VW und seinen Bulli erinnert. Egal aus welcher Perspektive – die Ähnlichkeit zur deutschen Konkurrenz ist augenscheinlich. Insgesamt sind drei Längen (4,60, 4,95 und 5,30 Meter) erhältlich und bieten Platz für bis zu neun Personen. Werden die Sitze entfernt, ergibt sich ein Kofferraumvolumen von 4.900 Litern. Während die Basisversion recht spartanisch auftritt, punktet die Business-Version unter anderem mit Konferenz-Sesseln, Klapptischen und jeder Menge Ablage- und Stauraum. Das sieben Zoll große Touchscreen samt Infotainment-System lässt sich via Spracheingabe steuern, liefert Echtzeit-Verkehrsdaten und ist mit allen gängigen Smartphones einfach zu vernetzen. Serienmäßig lässt Peugeot noch elektrisch öffnende Seitentüren springen: Wer die Hände voll hat, kann mit einem Fußtritt unter das Fahrzeug die Türen öffnen und schließen – vorausgesetzt, der Schlüssel ist in der Nähe.

 

Leistung: 95, 115, 150, 180 PS
Preis: ab ca. 36.000 Euro
Erhältlich: bereits erhältlich

© ALDO FERRERO PHOTOGRAPHER ITALY

Fiat Talento

 

Mit Kooperationspartner meldet sich Fiat im Segment der mittelgroßen Transporter zurück.

 

Aus Scudo wird Talento, aus dem Partner PSA (Citroen/Peugeot) wird Renault. Mit dem neuen Modell positioniert sich Fiat zwischen seinem Stadtlieferwagen Doblo Cargo und dem großen Ducato. Optisch orientiert sich der Talento weitgehend am baugleichen Vorbild – dem Renault Traffic. Lediglich an der Front wurden kleine Veränderungen in Form von Chrom-Applikationen vorgenommen. Neben dem Kastenwagen ist sowohl eine Doppelkabine, der Personentransporter sowie das Fahrgestell mit zahlreichen Auf- und Umbauversionen erhältlich. Gegenüber dem Vorgänger ist der Talento zudem deutlich in die Länge gewachsen: Die kurze Version ist mit einer Länge von fünf Metern rund 20 Zentimeter länger als die vormals längste Variante. Drei Europaletten passen somit bereits in den kurzen Kasten. Auch motorenseitig kommt das Renault- 1,6-Liter-Dieselaggregat zum Einsatz. Den Verbrauch gibt Fiat mit sparsamen 5,9 Litern an. Drei Ausstattungsvarianten stehen zur Wahl.

 

Leistung: 95, 120, 125, 145 PS
Preis: ab ca. 25.000 Euro
Erhältlich: bereits erhältlich

© William CROZES @ Continental Productions

Citroën Jumpy

 

Auf eine Neuauflage seines rund 600.000 Mal verkauften Jumpy hat Citroën seine Kunden lange warten lassen.

 

Gemeinsam mit dem baugleichen Peugeot Expert soll nun an alte Erfolge angeknüpft werden. Als Kastenwagen, Kombi und Fahrgestell kommt die dritte Generation des Jumpy in drei Längen – zwischen 4,60 und 5,30 Meter – wieder auf den Markt. Mit einer Nutzlast von knapp 1,5 Tonnen sowie einer Ladekapazität zwischen 3,2 und 6,6 Kubikmeter ist der Jumpy trotz der geringen Höhe von 1,90 Meter ein wahres Raumwunder. Ein hochklappbarer Beifahrersitz macht zudem Platz für besonders sperrige Ladung. Die von Peugeot entwickelten Dieselmotoren mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum leisten zwischen 95 und 180 PS. Den Normverbrauch gibt Citroën mit ungefähr 5,5 Litern an. Im Bereich der Sicherheitstechnik ist der Jumpy nun auf der Höhe der Zeit angekommen: 3D-Navigation mit Sprechbedienung und Touchscreen, Rückfahrkamera oder Headup-Display sind erhältlich. 

 

Leistung: 95, 115, 120, 150, 180 PS
Preis: ab ca. 24.000 Euro
Erhältlich: bereits erhältlich