Energiewende

Deutsche Ökostrom-Produktion im Juli auf neuer Rekordhöhe

Die Ökostrom-Produktion in Deutschland hat im Juli einen neuen Höchststand erreicht. Dabei ist der Anteil des Stroms aus Erneuerbaren auch wegen des in der Krise gesunkenen Verbrauchs insgesamt gestiegen.

Die Ökostrom-Produktion in Deutschland hat im Juli einen neuen Höchststand erreicht: Im vergangenen Monat wurden 18,2 Mrd. Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt und damit so viel wie nie zuvor in einem Juli, teilte der Stromanbieter Eon auf Grundlage eigener Berechnungen mit. Demnach erzeugten die Ökostrom-Anlagen sechs Prozent mehr Strom als im Juli 2019.

Dabei wurden für Wind- und Solarstrom neue Juli-Rekordwerte erreicht: Knapp sieben Mrd. kWh aus Windkraftanlagen und rund 6,3 Mrd. kWh aus Solaranlagen waren es vorigen Monat laut Eon.

Der Anteil grüner Energie am gesamten Stromverbrauch lag im Juli bei 48,91 Prozent, so Eon weiter. Insgesamt wurde 2020 damit schon in fünf von sieben Monaten mehr grüne Energie produziert als in den Vergleichsmonaten 2019.

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Das deutsche Umweltbundesamt hatte erst vorige Woche mitgeteilt, dass der Ökostrom-Anteil am Bruttostromverbrauch im ersten Halbjahr etwa 50 Prozent erreichte und damit sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Erzeugt wurden von Jänner bis Juni demnach etwa 138 Mrd. kWh aus Ökostrom. Der Anteil am Verbrauch stieg auch, weil wegen der Coronakrise der Stromverbrauch insgesamt gesunken war. (afp/apa/red)