Corona-Strategien

Coronavirus: Wie eine App aus dem Ländle das Arbeiten sicherer macht

Die App einer Dornbirner Innovationsschmiede um Bauunternehmer Hubert Rhomberg managt Gesundheitschecks für Mitarbeiter. Unter anderem mit an Bord: Die Vorarlberger Unternehmen Illwerke Vkw, Blum und Henn.

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Bauunternehmer Hubert Rhomberg: Corona-App aus der Dornbirner Digitalschmiede Plattform V.

„Die Idee hat uns von Anfang an fasziniert“. Eine App, die Unternehmen im Wiederanlauf unterstützen soll - Mario Kätzler, verantwortlich für IT- und Prozessmanagement beim Energieversorger Illwerke Vkw, war vom Charme der Lösung, die sichere Arbeitsumgebungen bringen soll, rasch überzeugt. Übrigens auch andere in der als Verein aufgesetzten Plattform V. Als Co-Creation-Plattform zur Entwicklung disruptiver und digitaler Geschäftsmodelle konzipiert, engagieren sich hier unter anderem die Vorarlberger Unternehmen Blum, Illwerke, Rhomberg, Henn und die IV. Obmann ist der Bauunternehmer Hubert Rhomberg, Schriftführer Illwerke-Vorstand Helmut Mennel.

„Corona wird uns alle noch länger beschäftigen, egal ob im privaten oder beruflichen Kontext“, sagt Rhomberg. Die entwickelte App (Comeback.Work) unterstütze „Mitarbeiter und Betriebe in der Handhabung von Corona am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung strenger Schutzmaßnahmen“, sagt er. Sowohl in der jetzigen Phase beim Hochfahren der Wirtschaft als auch danach. Kooperiert wird etwa mit Symptoma, einer weltweit führenden Plattform für Online-Gesundheitschecks.

Weitere involvierte Vorarlberger Betriebe: Weavs, Arkulpa, Avimo Consulting, TOWA und StarsMedia. Ihren Go-Live hatte die App Anfang Mai. „Wir sind aktuell in der Phase, die App mit ersten Unternehmen kontrolliert einzuführen und zu testen“, heißt es bei Rhomberg Bau.

>> "Wenn du alles unter Kontrolle hast, bist du zu langsam": Hören Sie auch unseren Podcast mit Hubert Rhomberg im Zwiegespräch mit Netzwerkanalytiker Harald Katzmair

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Gesundheits-Checks vor Arbeitsbeginn

Die Anwendung der App für die Mitarbeiter ist freiwillig und gratis, Unternehmen entscheiden individuell über die genaue Ausgestaltung. Der in der App implementierte Gesundheitstest stellt mit 96,32-prozentiger Genauigkeit ein COVID-19 Risiko fest. Betriebsintern legen Unternehmen fest, welche Bereiche beim Betreten und Verlassen mittels QR-Code von den Mitarbeitern mit dem Mobiltelefon abgescannt werden. Auch für Mitarbeiter ohne Mobiltelefon gibt es analog eine Möglichkeit zur Teilnahme.

Hubert Rhomberg: „Der Fokus liegt ganz klar auf der Gesundheit unserer Mitarbeiter und die Sicherheit im Betrieb. Selbstverständlich sind Datenschutzexperten von Beginn an einbezogen. Uns geht es darum, das Vorgehen für die Mitarbeiter in den Betrieben im Umgang mit Corona zu vereinfachen und im Falle von Infektionen rasch reagieren zu können.“

Die ersten Betriebe starteten in der Industrie und im Gewerbe, aber auch für den Handel, für Tourismusbetriebe und öffentliche Institutionen oder den öffentlichen Verkehr sind Erweiterungsschritte möglich.