Steuertipp

Corona-Nothilfefonds für Unternehmen

Förderungen zur Unterstützung von Unternehmen mit Liquiditätsengpässen durch die Corona-Krise.

Neben den Abgaben- und Steuerstundungen sowie Soforthilfen („Härtefallfonds“), hat die Bundesregierung zur Unterstützung der Unternehmen den Corona Nothilfefonds geschaffen. Dieser soll heimischen Unternehmen bei der Überwindung der COVID-19-Krise unterstützten.

Überbrückungsgarantien

Ziel der Garantien ist die Erleichterung der Finanzierung von Betriebsmittelkrediten für Unternehmen, deren Umsatz- und Ertragsentwicklung durch die Corona-Krise beeinträchtigt ist. Die Garantien können je nach Unternehmensgröße und Finanzierungsvolumen über die OeKB, aws oder die ÖHT – mit der eigenen Hausbank als Single-Point of Contact – beantragt werden. Den betroffenen Unternehmen soll durch die Garantien schnell Liquidität zur Verfügung gestellt werden, wobei unterschiedliche Garantien mit einer Quote von 80 bis 100 Prozent zur Verfügung stehen.

Eine wesentliche Voraussetzung ist, dass die Garantien nur an „finanziell gesunde“ Unternehmen gewährt werden. Das antragstellende Unternehmen darf sich daher am 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten befunden haben. Dabei sind unter anderem die Eigenmittel der Gesellschaft, wie auch das Nichtvorliegen eines Insolvenzgrundes zu prüfen.

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Zu beachten ist dabei, dass die Garantien mit zahlreichen Verpflichtungen für die Unternehmen verbunden sind. So bestehen einerseits zahlreiche Auskunfts- und Einsichtsrechte, andererseits besteht für Unternehmen die die Überbrückungsgarantien in Anspruch nehmen auch ein Dividenden- und Gewinnausschüttungsverbot vom 16.3.2020-16.3.2021. Auch Bonizahlungen an Vorstände und Geschäftsführer sind beschränkt.

Fixkostenzuschuss

Neben den Überbrückungsgarantien ist auch ein nicht rückzahlbarer Fixkostenzuschuss als weitere Hilfsmaßnahme angekündigt. Dieser unterstützt Unternehmen, die durch die Corona-Krise einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent haben. Den betroffenen Unternehmen soll durch den Zuschuss ein Teil des Umsatzentfalls ersetzt werden, wobei die Ersatzleistung bis zu max 75 Prozent des Umsatzausfalls betragen kann.

Die Höhe des Zuschusses wird anhand von bestimmten Fixkosten des Unternehmens berechnet. Wichtig ist auch hier, dass das Unternehmen vor Ausbruch der COVID-19-Krise ein „gesundes“ Unternehmen gewesen ist.

Im Unterschied zu den Überbrückungsgarantien führt der Zuschuss aber nicht zu einem raschen Zufluss von Liquidität, da die Auszahlung erst nach Abschluss des betroffenen Wirtschaftsjahres, also nach Feststellung des tatsächlichen wirtschaftlichen Schadens, erfolgt. Die genauen Vorgaben für den Fixkostenzuschuss liegen noch nicht vor, sollen aber Anfang Mai veröffentlicht werden.

Sonstige Unterstützungsmaßnahmen

Daneben hat die Bundesregierung auch noch ein Rettungspaket für Startups angekündigt. Zu beachten ist auch, dass zahlreiche Bundesländer entsprechende Landesförderungen aufgestellt haben.

Andreas Mitterlehner, MSc LL.B. ist Steuerberater und Partner der ICON Wirtschaftstreuhand GmbH, Linz

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