Bauindustrie

Bahnbau: Strabag protestiert gegen Auftragsvergabe in Slowenien

Der heimische Bauriese Strabag beschwert sich gegen die Vergabe eines Großprojekts in Slowenien an eine slowenisch-türkische Arbeitsgemeinschaft. Dabei geht es um den Zuschlag für den ersten Streckenabschnitt zwischen den Hafen Koper und dem Bahnkoten Divaca.

Bauindustrie Strabag Slowenien Großaufträge

Die Strabag, die in Slowenien bei der Ausschreibung für ein großes Bahnprojekt leer ausgegangen ist, hat sich laut slowenischen Medienberichten gegen die Auftragsvergabe beschwert. Der Zuschlag für den ersten Abschnitt der Strecke zwischen dem Hafen Koper und dem Bahnknoten Divaca wurde vor zwei Wochen an das Konsortium des slowenischen Baukonzerns Kolektor und seinen türkischen Partnern Yapi Merkezi und Özaltin vergeben.

Auftrag ist über 400 Millionen Euro schwer

In der Endrunde für den Abschnitt zwischen Divaca und Crni Kal standen nur das slowenisch-türkische Konsortium, das mit 403,6 Mio. Euro das günstigste Angebot vorgelegt hat, und die Strabag. Das Offert des österreichischen Baukonzerns, der sich zusammen mit dem deutschen Unternehmen Ed Züblin und der türkischen Baufirma Gülermak beworben hat, war um knapp 60 Mio. Euro teurer. Für die Endauswahl qualifizierte sich auch der türkische Baukonzern Cengiz Insaat, der aber kein Preisangebot vorlegte.

Der Vertrag zwischen der staatlichen Projektgesellschaft 2TDK und Kolektor sollte Berichten zufolge nächste Woche unterzeichnet werden. Wegen der Beschwerde, deren Details nicht enthüllt wurden, wird nun mit einer wochenlangen Verzögerung gerechnet. Hingegen wird kommende Woche der Auftrag für den zweiten Abschnitt der 27 Kilometer langen Strecke offiziell an Kolektor und Partner vergeben. Das slowenisch-türkische Konsortium war für den Abschnitt zwischen Crni Kal und dem Hafen Koper der einzige Bieter gewesen. (apa/red)

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