Zulieferindustrie

Autozulieferer Mahle streicht in der Zentrale jede zehnte Stelle

Autozulieferer Mahle, der zwei Werke in Österreich betreibt, streicht am Stammsitz Stuttgart knapp jede zehnte Stelle. Weitere könnten folgen. Als Grund nennt Konzernchef Jörg Stratmann die zunehmende Flaute in China sowie die Rückgänge im Bereich der Dieselmotoren.

Der deutsche Autozulieferer Mahle setzt seinen Sparkurs um und streicht am Stammsitz Stuttgart knapp jede zehnte Stelle. Von 4.300 Arbeitsplätzen sollen bis Ende des kommenden Jahres rund 380 in indirekten Bereichen, also nicht in der Produktion, abgebaut werden. Das kündigte Mahle-Chef Jörg Stratmann an.

Zwei Werke in Österreich - in Kärnten und OÖ

Weltweit hat Mahle rund 79.600 Mitarbeiter. Im Kärntner St. Michael ob Bleiburg/Smihel pri Pliberku (Bezirk Völkermarkt) arbeiten gut 2.000 Menschen für Mahle Filtersysteme Austria, eine Tochter der Mahle Filtersysteme Deutschland. In Vöcklabruck in Oberösterreich arbeiten hierzulande weitere rund 200 Menschen für Mahle.

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Dieselaffäre und die Flaute in China als Grund

Ob weitere Stellen zur Disposition stehen, nannte Stratmann Spekulation, aber auch nicht ausgeschlossen. "Um es ganz klar zu sagen: 2019 wird ein anspruchsvolles Jahr", sagte Stratmann. Vor allem ein zuletzt schwächelnder Markt in China, sinkende Marktanteile beim Diesel und die weltweite Unsicherheit durch schwelende Handelskonflikte machen dem Autozulieferer zu schaffen. Mahle hatte deshalb angekündigt, dass die Kosten gesenkt werden müssten, um Investitionen in neue Geschäftsfelder stemmen und zugleich profitabel bleiben zu können.

Der Umsatz sank 2018 um 1,6 Prozent auf knapp 12,6 Milliarden Euro. Hier machten sich vor allem ungünstige Effekte bei den Wechselkursen und der Verkauf eines Gemeinschaftsunternehmens bemerkbar, dessen Umsatz wegfiel.

Der Gewinn fiel dafür mit 446 Millionen Euro mehr als viermal so hoch aus wie 2017 - vor allem auch wegen des erwähnten Verkaufs des Gemeinschaftsunternehmens Hella Behr Plastic Omnium. (dpa/apa/red)

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