Additive Fertigung

Adidas bringt den ersten "gedruckten" 3D-Schuh auf den Markt

Adidas bringt im April zum ersten Mal Sportschuhe aus dem 3D-Drucker auf den Markt, geplant ist danach die Serienfertigung. Neu dabei: Der Schuh wird nicht in Lagen aus Kunststoff, sondern durchgehend aus Flüssigkeit gedruckt.

Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas plant noch für heuer die Serienproduktion von individualisierten Turnschuhen aus dem 3D-Drucker. Zusammen mit der kalifornischen Firma Carbon entwickelte der Dax-Konzern ein neues Verfahren, das den 3D-Druck erstmals im großen Stil ermöglichen soll, wie Adidas kürzlich mitteilte.

Dabei kommen laut Hersteller die ersten 300 Schuhe des Modells "Futurecraft 4D" im April auf den Markt. Im Herbst will das Unternehmen mit 5.000 Paar in die Läden gehen. Bis Ende 2018 will Adidas mit dem neuen Verfahren rund 100.000 Paar herstellen.

Sportschuhe aus 3D-Druckern sind bisher nur in kleinen Stückzahlen erhältlich. Adidas setzt nun auf den neuen Fertigungsprozess "Digital Light Synthesis".

Eine neue Art der Herstellung

Dabei werde mit dem Verfahren der Einsatz von Prototypen oder Gussformen überflüssig, erklärte Adidas. Stattdessen wird jeweils eine individualisierte Zwischensohle gedruckt, die sich in Gewicht, Fußform und Laufstil an jeden Sportler anpasst.

Durch den Einsatz flüssiger Harze gelingt es dem Unternehmen zufolge, die Produktion von Sportschuhen aus dem 3D-Drucker deutlich zu beschleunigen.

In bisher üblichen 3D-Druckverfahren werden nach und nach verschiedene Kunststofflagen aufgetragen. In dem von Adidas und dem Start-up Carbon entwickelten Druckprozess wird der Schuh hingegen kontinuierlich aus Flüssigkeit hergestellt. (afp/apa/red)