Ewald-Marco Münzer, 39, CEO / CRO Münzer Bioindustrie
# ist Unterzeichner des offenen Briefs an die Bundesregierung gegen das Verbrennerverbot
# liebt wie seinerzeit sein Vater das Spiel am Kontrabass und an der steirischen Harmonika
# ist Unternehmer aus Leidenschaft, der kreativ, risikobereit und verantwortungsvoll den Markt anführt
Das Geschäftsmodell, großflächig Altspeisefette einzusammeln, führte Ewald-Marco Münzer aus dem steirischen Sinabelkirchen schon nach Indien, Bangladesch und Kenia. Werden abfallbasierte Biokraftstoffe in Österreich unter anderem Dieselkraftstoff beigemengt, geht es in Schwellenländern vorrangig darum, "die Schadstoffe aus dem Lebensmittelkreis zu holen", erzählt er.
Lesen Sie hier mehr über alternative Treibstoffe.
Mit seinem Bruder Michael und zwei Co-Chefs führt der 39-jährige in zweiter Generation das Unternehmen Münzer Bioindustrie. Eine Mittelstandperle, die der Vater nach dessen Musikerkarriere - er spielte Bass und Kontrabass, sammelte Gold- und Platinschallplatten im Genre der volkstümlichen Musik und produzierte den Musikantenstadl mit - rasant, aber nachhaltig wachsen ließ.
"Eine Kapitalmarktstory an der Börse hinzulegen ist nicht vereinbar mit unserem Verständnis eines eigentümergeführten Familienunternehmens", sagt Münzer. Als der hemdsärmelige Gründer, KommR Ewald Münzer sen., 2010 gesundheitlich kürzertreten musste und die Führung an die zweite Generation ging, war Ewald-Marco Münzer im Unternehmen schon fast ein alter Hase. 2004 eingetreten, gestaltete er die heutige Firmenstruktur mit: Einzelne Cashflow-Einheiten wurden in eine Rechtsform gegossen, prozessseitig, bei den Produktionsanlagen, blieb man auch nicht stehen.
Abschalten kann der dreifache Vater (2, 7, 10 Jahre) wie sein 2019 verstorbener Vater immer noch am besten im Kreis der Familie - und dem Musizieren.