Eurofighter

Minister Kunasek: "Airbus muss einen Schritt auf Österreich zugehen"

Im Streit um die Lieferung von Eurofightern erwartet der freiheitliche Verteidigungsminister Kunasek Bewegung vom Rüstungskonzern Airbus. Im Juni will die Evaluierungskommission ihre Ergebnisse zum umstrittenen Deal vorlegen.

Eurofighter Airbus Luftfahrtindustrie Mario Kunasek

Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) erwartet in der Eurofighter-Causa Bewegung vom deutsch-französischen Rüstungskonzern Airbus.

Der Rüstungskonzern müsse "einen Schritt auf Österreich zugehen", sagte Kunasek der APA nach einem Treffen mit seiner deutschen Amtskollegin Ursula von der Leyen in Berlin. "Der Ball liegt bei ihnen", sagte er mit Blick auf Airbus.

"Ich hoffe, dass Airbus weiß, wie sie mit diesem Thema umzugehen haben", sagte er unter Verweis auf die bis Mitte Juni tagende Evaluierungskommission zum Eurofighter-Deal. Die Kommission arbeite "ergebnisoffen", sagte er in Anspielung auf den von seinem Vorgänger Hans Peter Doskozil (SPÖ) eingeleiteten Ausstieg aus dem während der ersten schwarz-blauen Regierung geschlossenen umstrittenen Rüstungsdeal.

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Kunasek bestätigte, dass der Eurofighter auch Thema der Unterredung mit von der Leyen gewesen sei. Sie habe ihn danach "gefragt", und seine Antworten "positiv zur Kenntnis genommen".

Er habe der deutschen Ministerin gesagt, dass in der Eurofighter-Causa derzeit "alle Gespräche über die Evaluierungskommission zu laufen haben." Von Airbus erwarte er sich "klare Signale". Der Rüstungskonzern solle "beurteilen, ob die jetzige Situation zufriedenstellend ist". (apa/red)

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