Ölpreise

Medien: Streit um Förderquoten gefährdet nächstes Treffen der Opec+

Ein Streit über die Einhaltung der Rohölförderquoten gefährdet laut Kreisen das anstehende Treffen der Opec+ in Wien. Bisher hatten sich die Staaten dieses Kartells auf eine tägliche Reduktion von 9,7 Millionen Barrel geeinigt.

Ein Streit über die Einhaltung der Rohölförderquoten gefährdet laut Kreisen das anstehende Treffen der Opec+. Saudi-Arabien und Russland würden eine harte Linie fahren, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf gut informierte Kreise. Im Fokus der Kritik stehen wohl vor allem der Irak und Nigeria.

Beide Länder müssten feste Zusagen geben, dass sie ihre Quoten auch tatsächlich einhalten wollten, heißt es in dem Bericht. Ansonsten könnte das für die kommenden Tage geplante Opec-Treffen ausfallen. Ein konkretes Datum ist noch offen. Die Ölpreise gaben nach Bekanntwerden der Meldung vorherige Kursgewinne ab und rutschten leicht in die Verlustzone.

Die in dem Verbund Opec+ zusammengefassten Ölförderstaaten hatten sich im April darauf verständigt, die Produktion um 9,7 Millionen Barrel pro Tag zu reduzieren. Diese Kürzung gilt eigentlich nur für Mai und Juni. Danach soll sie bisher schrittweise verringert werden. Hintergrund der Kürzung ist der massive Nachfragerückgang wegen der Corona-Krise.

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Bisher war laut Medienberichten eine Verlängerung der aktuellen Kürzung um einen Monat im Gespräch. Es ist aber noch unklar, ob sich Saudi-Arabien und Russland darauf einigen konnten. (dpa-afx/apa/red)