Steuertipp

Update Steuer: Forschungsprämie hilft auch der Liquidität

Können Sie die Anträge auf Forschungsprämie in Ihrem Unternehmen beschleunigen? Damit kommen Sie früher zu einer weiteren Stütze für Ihre Liquidität.

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Erste Voraussetzung: Ihr Geschäftsjahr muss abgeschlossen sein. Nach Ende des Geschäftsjahres kann die Forschungsprämie für dieses Jahr jederzeit beantragt werden. Was ist zu tun und wann können Sie mit dem Geld rechnen?

Am wichtigsten ist es, den Antrag an die FFG zu beschleunigen. Dazu brauchen Sie vor allem Ihre Forschungsabteilung, das Rechnungswesen und allenfalls den Steuerberater. Also: Forschungsprojekte identifizieren und auf Förderbarkeit prüfen. Eine professionelle und nachvollziehbare Beschreibung von Inhalt, Ziel und angewandten Methoden des Projektes erstellen und deren Formulierung überprüfen. Die auf das Projekt entfallenden Kosten ermitteln. Den Antrag an die FFG ausfüllen und über Finanzonline abschicken. Dessen Bearbeitung durch die FFG dauert nach unseren Erfahrungen in der Regel 1 bis 2 Monate, gibt’s irgendwelche Probleme, kann es auch länger dauern. In dieser Zeit sollten Sie auch den Antrag an das Finanzamt stellen – für 2019 noch auf Papier, ab 2020 über Finanzonline.

Vorsicht: Frist – sollten Sie noch zurückliegende Jahre beantragen wollen, ist der Antrag an das Finanzamt nur für Jahre möglich, für die noch keine rechtskräftige Veranlagung der Körperschaftsteuer bzw. Einkommensteuer erfolgt ist.

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Das Finanzamt wird Ihnen die Forschungsprämie nach Vorliegen eines positiven FFG­-Gutachtens auszahlen. Auch eine teilweise Auszahlung ist möglich, sollte Ihr Antrag teilweise von der FFG abgelehnt werden.

Mag. Karl Mitterlehner, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, ist CEO und Senior Partner der ICON Wirtschaftstreuhand GmbH, Linz.

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