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Investitionsprämie – erste Maßnahmen bis Ende Mai notwendig!

Mit der Investitionsprämie werden Neuinvestitionen mit bis zu 14 Prozent gefördert. Die „ersten Maßnahmen“ müssen jedoch bis spätestens Ende Mai gesetzt werden.

Mit der COVID­19­-Investitionsprämie hat der Gesetzgeber eine Förderung für Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen geschaffen. Gefördert werden diese Investitionen mit 7 Prozent bzw. 14 Prozent der Anschaffungskosten. Ein Antrag auf Investitionsprämie konnte bis 28. Februar 2021 gestellt werden. Bis 31. Mai 2021 ist nun noch Zeit, die notwendigen „ersten Maßnahmen“ zu setzen.

Die „erste Maßnahme“ ist sozusagen der Beginn der Investition und muss im Zeitraum zwischen 1. August 2020 und 31. Mai 2021 gesetzt werden. Als „erste Maßnahmen“ zählen Bestellungen, Kaufverträge, Lieferungen, Beginn von Leistungen, Anzahlungen, Zahlungen, Rechnungen oder der Bau­ beginn. Planungsleistungen und Finanzierungsgespräche zählen hingegen nicht zu den „ersten Maßnahmen“. Die Beantragung von behördlichen Genehmigungen kann unter bestimmten Umständen als „erste Maßnahme“ gelten.

Das Setzen der „ersten Maßnahme“ war ursprünglich bis 28. Februar 2021 notwendig. Diese Frist wurde jedoch bereits vom Gesetzgeber auf Ende Mai verlängert. Die weiteren bereits angekündigten Fristverlängerungen, wie ins­ besondere die Verlängerung der Durchführungsfrist um je ein Jahr, wurden bisher noch nicht umgesetzt.

White Paper zum Thema

Wichtig: Dokumentieren Sie im Zweifel die durchgeführte „erste Maßnahme“, um spätere Diskussionen mit dem aws oder der Betriebsprüfung zu vermeiden. Und beachten Sie: Die Auszahlung der Prämie erfolgt erst nach Durchführung der Abrechnung. Diese ist nach Zahlung und Inbetriebnahme der Wirtschaftsgüter über den aws Fördermanager durchzuführen.

Andreas Mitterlehner, MSc LL.B., Head of Corporate Tax und Partner bei der ICON Wirtschaftstreuhand GmbH, Linz,