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Anlagenbauer SMS streicht in Deutschland jede fünfte Stelle

Der Anlagenbauer SMS schwächelt seit Jahren und will bis 2017 1.200 der insgesamt 5.250 Stellen streichen - aber betriebsbedingte Kündigungen weitestgehend vermeiden. Der Ausbau der Bereiche Energie, Digitalisierung, Modernisierung, Elektrik, Automation soll aber trotzdem weitergehen.

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Der seit Jahren schwächende Anlagenbauer SMS streicht in Deutschland ein Fünftel seiner Belegschaft. Bis 2017 sollen 1.200 der insgesamt 5.250 Stellen wegfallen, teilte das familiengeführte Unternehmen mit. Der Personalabbau solle sozialverträglich erfolgen, betriebsbedingte Kündigungen weitestgehend vermieden werden.

"Neben diesen notwendigen Anpassungen werden wir zur Zukunftssicherung am Ausbau der Wachstumsfelder Digitalisierung, Modernisierung, Elektrik und Automation, Service sowie Energie- und Umwelttechnik wie geplant festhalten", betonte Geschäftsführer Burkhard Dahmen.

Schwere Aufholjagd auf vergangene Höchststände

SMS mit seinen insgesamt 14.000 Mitarbeiten und einem Umsatz von rund 3,3 Mrd. Euro ist seit dem Geschäftseinbruch infolge der Finanzkrise nicht mehr in die Spur gekommen. Dahmen hatte Mitte vergangenen Jahres eingeräumt, der 2008 erzielte Höchststand von über 5 Mrd. Euro beim Auftragsvolumen werde "mittel- und sicher auch langfristig nicht mehr erreicht."

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2014 bestellten die aktuell mit Überkapazitäten ringenden Kunden aus der Stahl-, Aluminium- und Kupferindustrie, darunter Thyssenkrupp und Salzgitter, bei SMS noch für rund 3,2 (Vorjahr: 3,3) Mrd. Euro. Die Stahlbranche steckt ebenfalls seit Jahren in der Krise. Der Schwerindustrie machen Billigimporte aus China, Überkapazitäten und der Preisdruck zu schaffen. (reuters/apa/red)

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