Geschäftsbericht : Hilti verdient so viel wie nie zuvor

Hilti in Liechtenstein.
- © YouTube/Hilti GroupDer Baugerätehersteller Hilti hat sich stark vom Coronatief erholt. Das Unternehmen hat sogar noch nie soviel verdient wie 2021.
Im vergangenen Jahr fuhr der Liechtensteiner Konzern, der in Österreich zwei Standorte hat, das beste Ergebnis seiner Geschichte ein. Der Betriebsgewinn kletterte um 16,3 Prozent auf 847 Millionen Franken (815,60 Mio. Euro), wie Hilti am Freitag bekannt gab. Unter dem Strich schoss der Reingewinn gar um 27,1 Prozent auf 675 Millionen Franken nach oben.
Damit hat das Unternehmen das bisherige Rekordjahr 2019 deutlich übertroffen. Damals hatte Hilti einen Betriebsgewinn von 783 Millionen und einen Reingewinn von 591 Millionen Franken eingefahren.
Die jetzige überproportionale Steigerung der Gewinnzahlen sei trotz signifikant höherer Rohstoff- und Transportpreise gelungen, schrieb Hilti weiter. Die starke Erholung bringe Hilti zurück auf das Niveau vor der Coronakrise. Der Umsatz stieg um 12,1 Prozent auf 5,98 Milliarden Franken, wie Hilti bereits im Jänner bekannt gegeben hatte. Das größte Wachstum gelang in Europa, wo der Konzern mehr als die Hälfte des Umsatzes erzielt. Auch in Amerika und in Asien legte das Unternehmen deutlich zu.
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Die Prognosen für die weltweite Bauindustrie würden für das laufende Jahr auf ein positives Geschäftsumfeld hindeuten. "Allerdings bestehen erhebliche Unsicherheiten aufgrund der Eskalation in der Ukraine, den anhaltenden Kostensteigerungen und Herausforderungen in den Beschaffungs- und Logistikmärkten, der massiven Aufwertung des Schweizer Frankens sowie des ungewissen Fortgangs der Covid-19-Pandemie", schrieb der Konzern.
Für 2022 rechnet die Hilti Gruppe mit einem zweistelligen Umsatzwachstum. Die Profitabilität werde aber aufgrund der erwähnten Faktoren um 2 bis 3 Prozentpunkte unter dem Niveau von 2021 liegen.
In Österreich führt Hilti zwei Werke mit insgesamt rund 660 Mitarbeitern, unter anderem spezialisiert auf Bearbeitungstechnologie, Komponentenmontage und Endmontage. (apa/red)