Executive MBA Ranking : Österreichs beste MBA-Programme 2023

MBA-Studierende in einem Hörsaal. Bestes MBA-Studium in Österreich

Bestes MBA-Programm in Österreich: MBA-Studium-Ranking 2023

- © Adobe Stock

Während Gipfel in der echten Bergwelt sich durch Korrosionen im Laufe eines Jahres verändern können, hat die Bergspitze im heurigen MBA-Ranking sogar noch an Masse dazugewonnen.

Im MBA-Anbieter-Ranking 2023 des INDUSTRIEMAGAZIN heißt auch wie schon vergangenes Jahr der Sieger Wirtschaftsuniversität Wien, WU Executive Academy. Dass sie an Bekanntheit sogar eine Spur verloren hat (82,9 gegenüber 83,8 Prozent), tut ihrem Gesamt-Score keinen Abbruch.

Denn in diesem Fall entpuppte sich die Weiterempfehlung als regelrechter Gipfelstürmer: Kam die WU Executive Academy 2022 hier noch auf 52,1 Prozent – und damit ebenfalls bereits auf den mit Abstand besten Wert –, würden 2023 sie bereits unglaubliche 92,5 Prozent weiterempfehlen. Wohl noch nie war ein Sieg so unbestritten. Ein „Geheimrezept“ kann Dekanin Barbara Stöttinger nicht nennen. Aber: „Wir bemühen uns seit vielen Jahren, am Puls der Zeit zu sein und – gerade in turbulenten Zeiten – genau jene Themen aufzugreifen, wo wir wissen, dass bei unseren Studierenden der Schuh ganz besonders drückt.“

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Auch andere Anbieter können in den Bewertungen Verbesserungen zum Vorjahr hinlegen. Hinter dem Erstplatzierten wurden die Plätze getauscht: Die Vienna Management Academy by FHWien der WKW kommt 2023 auf den zweiten Platz, die Donau-Universität Krems/Danube Business School auf den dritten. Doch beide – besonders die Vienna Management Academy by FHWien der WKW – konnten ihren Weiterempfehlungsgrad steigern.

Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy
„Was ein MBA auch ist, neben der inhaltlichen Weiterqualifikation: ein Zeitraum, in dem sich viele grundsätzlich über ihre Karriere Gedanken machen". Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy. - © Barbara Stöttinger

MBA-Studium-Ranking 2023

Im Frühling 2023 wurden 500 Führungskräfte aus österreichischen Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern befragt. Als Führungskräfte wurden Geschäftsführer, Personalverantwortliche, Verantwortliche anderer Bereiche sowie Personen, die formal keine leitende Position innehaben, aber dauerhaft in strategische Entscheidungen eingebunden sind, gewertet.

Um das MBA-Studium-Ranking zu erstellen wurde zunächst gestützt die Bekanntheit einzelner Anbieter abgefragt und auch danach gefragt, ob die befragten Personen Erfahrungen mit dem genannten Anbieter haben. War das der Fall, wurde erhoben, ob der oder die Befragte diesen Anbieter weiterempfehlen würde. Die Summe aus Bekanntheits- und Weiterempfehlungsquote ergab die Platzierung.

Hier finden Sie außerdem die Begleitstudie: Wie wirkt sich ein MBA auf Bewerbungsprozess und Gehalt aus? Und: Wie ist die Stimmung unter Personalverantwortlichen in Österreichs Unternehmen?

Wo ist das beste MBA-Studium?

Kann das mit einer gestiegenen Bekanntheit in Zusammenhang gebracht werden? Wohl eher nicht, denn in dieser Hinsicht sind die Werte der Top 3 – wie übrigens auch bei vielen anderen Anbietern – unverändert oder sogar gesunken. Einmal mehr zeigt sich: Ein bekannter Name macht noch keinen Sieger und die bestbewerteten Institutionen sind nicht unbedingt auch die bekanntesten.

"Bekanntheit ist nicht entscheidend"

„Einerseits haben die Universitäten durch die unterschiedliche historische Entwicklung immer noch einen Vorsprung in der allgemeinen Wahrnehmung als tertiäre Bildungseinrichtungen, auch wenn dieser kleiner wird. Dabei spielt die Größenordnung der mit einer Hochschule in Verbindung stehenden Stakeholder – Studierende, Lehrende, Mitarbeitende – eine Rolle, die zum Bekanntheitsgrad beiträgt“, erklärt Manfred J. Schieber, Programmleiter International MBA in Management & Communications an der FHWien der WKW.

Bei MBA-Programmen
käme noch hinzu, „dass gerade diese Art der Managementausbildung in Ländern wie den USA groß geworden ist und daher primär mit klassischen Universitäten in Verbindung gebracht wird.“

Manfred Schieber, Programmleiter (Head of Program) des International MBA in Management & Communications der Vienna Management Academy by FHWien der WKW.
Manfred Schieber, Programmleiter (Head of Program) des International MBA in Management & Communications der Vienna Management Academy by FHWien der WKW: "Unsere Studierenden bringen unterschiedlichste Berufs-, Bildungs- und Erfahrungswelten in das MBA-Programm ein. Durch diese Diversität profitieren die Studierenden nicht nur von der Praxiserfahrung unserer Lehrenden, sondern auch stark voneinander." - © Vienna Management Academy by FHWien der WKW

MBA-Studium-Ranking 2023: Aufstiege, Empfehlungsraten und Entwicklungen

Auch in den tieferen Bergstationen gab es Verschiebungen. So konnte etwa die Webster Vienna Private University sich vom siebten auf den fünften Platz verbessern; die UNI for LIFE der Karl-Franzens-Universität Graz vom zehnten auf den siebten Platz; und TU Wien, Continuing Education Center vom zwölften Platz auf den achten.

Doch was nicht nur diese MBA-Studium-Anbieter, sondern fast alle und tatsächlich die gesamten Top 10 gemeinsam haben: Der Weiterempfehlungswert ist gestiegen, teilweise enorm. Kam etwa die Montanuniversität Leoben vergangenes Jahr hier noch auf unter 12 Prozent, sind es nunmehr über 35 Prozent. Und die UNI for LIFE der Karl-Franzens-Universität Graz steigerte ihren Wert sogar um über 30 Zähler auf 43,4 Prozent. Ein gesteigerter Bekanntheitsgrad geht damit nicht immer einher.

Gut möglich also, dass viele Anbieter an ihrem Angebot feilen und auch bereits im Laufe eines Jahres ein positiver Qualitätsunterschied von den Studierenden wahrgenommen wird. Teil davon ist sicherlich auch das Anpassen an sich ändernde Gegebenheiten. Die Donau-Universität Krems/Danube Business etwa bemüht sich um immer mehr Flexibilität und individualisierte Lernpfade: „In Zukunft kann ein MBA- oder EMBA-Studium auch schrittweise, durch die Absolvierung von mehreren Kurzprogrammen, im Sinne eines ‚stackable Degrees‘ abgeschlossen werden. Diese Möglichkeit ist für viele, die bisher noch nicht an ein MBA-Studium gedacht haben, interessant“, sagt Barbara Brenner, Dekanin der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung.

Das MBA-Studium -Ranking 2023 zeigt
: Es gibt viele Wege auf den Berg. Aber Rastlosigkeit ist keiner davon.

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Barbara Brenner, Dekanin der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung an der Donau Uni Krems.
Barbara Brenner, Dekanin der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung an der Donau Uni Krems: "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Führungskräfte MBA-Programme zu komplementären Fachgebieten sehr gut annehmen, wenn es sich dabei um aktuelle, gesellschaftsrelevante Themen wie zum Beispiel Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Innovation oder Agile Organisation & Führung handelt." - © Andrea Reischer