Ausbaupläne bestätigt : Tschechien und Slowakei beharren auf Atomenergie

"Ich bin froh, dass sich die beiden Länder rational verhalten und keine unsinnigen, populistischen und übereilten Schritte in Sachen Atomenergie machen. Es ist gut, dass wir dabei eine sehr nahe oder fast identische Auffassung haben", sagte Klaus. Er hält sich zu einem dreitägigen Besuch in dem Nachbarland auf. Laut Gasparovic sollte das Unglück in Fukushima zu mehr Forschung für eine bessere Sicherheit von Atomkraftwerke führen. "Ich bin der Auffassung, dass es nicht möglich ist, diese Entwicklung (der Atomenergie-Industrie) zu stoppen", so der slowakische Staatschef. Tschechien und die Slowakei haben je zwei Atomkraftwerke. Beide Länder planen dabei den Ausbau ihrer AKW-Kapazitäten oder bauen sie bereits aus, wie im slowakischen Mochovce, wo zurzeit zwei neue Reaktorblöcke errichtet werden. Mit zwei zusätzlichen Blöcken wird auch im südböhmischen Atomkraftwerk Temelin gerechnet. Dagegen haben Deutschland und die Schweiz nach der Katastrophe in Fukushima einen Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen, auch Slowenien legte seine Ausbaupläne auf Eis. In Italien votierten die Stimmbürger in einem Referendum mit großer Mehrheit gegen den Neubau von Atomkraftwerken. (APA/red)