Autoindustrie

Wolfgang Porsche schließt Beteiligung an Tesla nicht aus

Und plötzlich gibt es wieder Spekulationen um den Einstieg der mächtigen Familie Porsche beim amerikanischen Börsenliebling Tesla. "Man muss immer alles überlegen dürfen", meint Wolfgang Porsche. Wie es heißt, sei das Geld da - aber mit der Zustimmung der Familien Porsche und Piëch sei es schwierig.

Volkswagen-Miteigner Wolfgang Porsche schließt eine Beteiligung an dem US-Elektroautobauer Tesla offenbar doch nicht aus. "Man muss immer alles überlegen dürfen", sagte der 76-Jährige auf Fragen von Journalisten am Rande einer VW-Veranstaltung im Rahmen der Automesse IAA in Frankfurt. Im Moment sei Tesla jedoch viel zu teuer.

Medien: Auch Herbert Diess würde sofort einsteigen, wenn er könnte

Volkswagen hatte erst im August einen Magazin-Bericht zurückgewiesen, wonach Vorstandschef Herbert Diess mit einer Beteiligung an dem Elektroautopionier liebäugelt. Derartige Spekulationen seien gegenstandslos. Das Magazin hatte einen ranghohen Manager mit den Worten zitiert, Diess "würde sofort einsteigen, wenn er könnte".

Das Geld sei da, mit der Zustimmung der Großaktionäre, der Familien Porsche und Piëch, sei es aber schwierig. Ein VW nahestehender Banker hatte gesagt, Diess würde zwar gerne Zugriff auf die Softwarekompetenz Teslas haben, es sei aber wohl unmöglich zu rechtfertigen, 30 Milliarden Dollar (27 Milliarden Euro) für das ganze Unternehmen hinzublättern.

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Bei der Modellpalette greift VW gerade Tesla an

Volkswagen präsentiert auf der IAA den batteriegetriebenen ID.3 erstmals einem breiten Publikum. Der Konzern will in den nächsten Jahren zum Marktführer bei E-Autos aufsteigen. (reuters/apa/red)

Zu den Familien Porsche und Piech:
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Grafik: Das Imperium von Porsche und VW

Familie, Porsche, Familie, Piech © APA

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