IT : Atos kauft ehemalige Siemens-Sparte Unify
Acht Jahre nach dem Teilverkauf seiner Telefonanlagen-Sparte steigt Siemens ganz aus dem Geschäft aus. Die 2013 in Unify umbenannte Siemens Enterprise Communications wird für 340 Mio. Euro in bar an den an der Pariser Börse gelisteten IT-Dienstleister Atos verkauft, wie der neue Eigentümer mitteilte. Darüber hinaus übernimmt Atos 200 Mio. Euro an Pensionsverpflichtungen und 50 Mio. Euro Schulden.
Das Siemens-Geschäft ging zuerst an Finanzfirma aus den USA
Siemens hatte das Geschäft 2008 in ein Gemeinschaftsunternehmen eingebracht, an dem der US-Finanzinvestor Gores mit 51 Prozent die Mehrheit hielt. Damals erwirtschaftete das Unternehmen mit mehr als 14.000 Mitarbeitern 3,2 Mrd. Euro Umsatz, heute sind davon 5600 Mitarbeiter und 1,2 Mrd. Umsatz geblieben. Das vornehmlich in Europa und den USA aktive Unternehmen ist nach Angaben seines neuen Eigentümers weltweit die Nummer drei auf dem Markt für integrierte Kommunikationslösungen.
Kooperation zwischen Atos und Siemens soll weitergehen
Zugleich haben Siemens und Atos auch angekündigt, weiterhin in unterschiedlichen Märkten kooperieren zu wollen. Das Budget für das gemeinsame Forschungsprogramm soll von ursprünglich 100 Millionen Euro auf 150 Millionen Euro erhöht werden. Mehr dazu hier. (reuters/apa/red)