Für Ümit Bas ist die grundsätzliche Frage bereits beantwortet. Humanoide Roboter werden kommen. Offen sei aus seiner Sicht nicht mehr das Ob, sondern das Wann und Wie. Der Gründer und CEO von IONO sieht als ersten relevanten Einsatzraum nicht den privaten Haushalt, sondern die Industrie. Dort gebe es kontrollierte Umgebungen, klar beschreibbare Tätigkeiten und einen wachsenden Bedarf an Automatisierungslösungen, die über klassische Roboterzellen hinausgehen.
Der Zugang von IONO ist damit industriegetrieben. Bas spricht nicht über humanoide Roboter als Lifestyle-Produkt, sondern als Antwort auf konkrete Engpässe in Produktion und Wirtschaft. Dazu zählen fehlende Arbeitskräfte, hohe Lohnkosten und monotone Tätigkeiten, die in vielen Betrieben nur schwer zu besetzen sind.
Die Rechnung, die Bas skizziert: Wenn ein humanoider Roboter im Schichtbetrieb repetitive Tätigkeiten übernehmen kann, könne sich der Einsatz rasch rechnen. Er verweist auf Lohnkosten und auf die Möglichkeit, dass ein Roboter rund um die Uhr arbeiten kann. Zugleich bleibt die Voraussetzung klar: Der Roboter muss für den konkreten Arbeitsplatz und den konkreten Prozess vorbereitet sein. Genau hier setzt IONO an - nicht mit einem universellen Roboter, der alles kann, sondern mit Pilotprojekten, in denen konkrete Anwendungen trainiert und erprobt werden.
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