Denn mit diesem Schritt steht Stellantis nicht allein. Der Konzern folgt damit den US-Rivalen Ford und General Motors. Auch sie haben ihre Elektropläne zurückgefahren. Und auch bei ihnen war der Preis hoch: Ford schreibt 19,5 Milliarden US-Dollar ab. General Motors weitere 7,6 Milliarden US-Dollar. Denn Amerika tickt anders. Große Straßen. Große Autos. Und vorerst keine Elektro-Revolution.
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Trotz massiver Förderungen kam der E-Auto-Markt nie richtig in Fahrt. Steuergutschriften von bis zu 7.500 Dollar – und dennoch liegt der E-Auto-Anteil 2025 noch immer unter zehn Prozent. Mit dem Regierungswechsel unter Donald Trump fehlt der politische Rückenwind für die Elektrifizierung. Förderungen entfallen, Subventionen werden gestrichen.
Stellantis orientiert sich am amerikanischen Kurs. Weniger Elektromobilität. Mehr Fokus auf den Verbrenner. Denn hier hat Stellantis ein größeres technisches Know-how. Und vor allem: deutlich höhere Margen. Jetzt beginnt Stellantis, sich von allem zu trennen, was noch vor wenigen Jahren als Investition in die Zukunft galt.
Ein Beispiel dafür ist der Verkauf der Beteiligung an einem gemeinsam mit LG Energy Solution betriebenen Batteriewerk in Kanada. 2022 flossen hier noch 3,7 Milliarden US-Dollar. Heute wird der Anteil für symbolische 100 Dollar abgegeben.
Auch in Europa wird gekürzt. Das Batterie-Joint-Venture Automotive Cells Company von Stellantis, Mercedes-Benz und TotalEnergies hatte Fabriken für Autobatterien in Kaiserslautern und im italienischen Termoli geplant. Jetzt werden beide Projekte gestoppt. Der Rückzug aus der Elektrostrategie wird bei Stellantis global eingeleitet.