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U-Boote für Israel: Manager von Thyssenkrupp vorgeladen

Im Zusammenhang mit dem Verkauf deutscher U-Boote an Israel sollen zwei frühere Manager der Werftsparte von Thyssenkrupp von israelischen Staatsanwälten befragt werden. Laut israelischer Polizei sollen Schmiergelder geflossen und Gelder gewaschen worden sein.

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Im Zusammenhang mit dem Verkauf deutscher U-Boote an Israel sollen zwei frühere Manager der Werftsparte von Thyssenkrupp von israelischen Staatsanwälten befragt werden. Beide Manager würden als Zeugen angehört, sagte ein Thyssenkrupp-Sprecher. Gegen Thyssenkrupp oder die Manager werde nicht ermittelt.

Die Staatsanwälte würden in dieser Woche in Deutschland erwartet, hatte das "Handelsblatt" zuvor berichtet. Sie erhofften sich Informationen zu möglichen Schmiergeldzahlungen beim Ankauf der U-Boote. Nach Angaben des Sprechers ist einer der beiden Manager weiter bei Thyssenkrupp beschäftigt, der andere habe das Unternehmen verlassen.

Auch in Deutschland wird im Zusammenhang mit dem Rüstungsgeschäft ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte im März ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eingeleitet. Die Bundesregierung hatte im Herbst 2017 den Weg für den Verkauf dreier U-Boote an Israel freigegeben.

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Das U-Boot-Geschäft schlägt in Israel hohe Wellen. Die israelische Polizei ist davon überzeugt, dass Schmiergelder flossen und Gelder gewaschen wurden. Bereits im Herbst vergangenen Jahres teilte sie mit, sie sehe ausreichend Beweise für Anklagen gegen mehrere Verdächtige unter anderem wegen mutmaßlichen Betruges, Bestechung und Geldwäsche. (dpa/apa/red)